Raubüberfall am Freitagabend

Überfall auf Tankstelle gibt Pächter Rätsel auf

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Am Freitag wurde in Neumarkt-St. Veit eine Tankstelle überfallen.

Neumarkt-St. Veit - Noch hat die Kriminalpolizei keine Hinweise auf den Täter. Auch den Pächter der Tankstelle stellt der Raubüberfall vom Freitagabend vor ein Rätsel.

Für Dietmar Breintner, Pächter der Tankstelle in der Bahnhofsstraße und Inhaber des gleichnamigen Mineralöllieferanten in Mühldorf, ist es nicht das erste Mal, dass eine seiner Tankstellen Opfer eines Überfalls wird. Kunden ließen schon Mal die ein oder anderen Getränke mitgehen. Auch Aufbrüche von Staubsaugeranlagen und Waschanlagen seien häufig. Die Beute: oft nur wenige Euro. Der Schaden: ungleich höher. Raubüberfälle der Qualität von Neumarkt-St. Veit seien – glücklicherweise – seltener der Fall. Von einem Fall in Waldkraiburg spricht er und eben von einem weiteren in der Vergangenheit in Neumarkt-St. Veit.

Beute war mal wieder gering

Warum schon wieder Neumarkt-St. Veit? Zumal die Beute auch diesmal eher gering ausgefallen war: „Die Räuber gehen davon aus, dass am Freitagabend das große Geschäft läuft und entsprechend viel Geld in der Kasse ist. Die Tankstelle liegt etwas abseits, kaum Frequenz, wie es der Stadtplatz mit sich bringt, und die Polizei aus Mühldorf benötigt mindestens zehn Minuten, bis sie nach einer Alarmierung in Neumarkt.-St. Veit eintrifft.“ Bis dahin jedoch sei der Täter über alle Berge, sagt Breintner, „außer eine Streife ist gerade in der Nähe“.

Breintner betont, dass an Tankstellen keine große Beute zu erwarten sei. Regelmäßig werde das Bargeld aus der Kasse entfernt. Außerdem werde an Tankstellen mittlerweile hauptsächlich bargeldlos mit Karte gezahlt.

"Das in Neumarkt bleibt nicht der einzige Fall"

Natürlich gebe es Sicherheitsvorkehrungen – Überwachungskameras etwa: „Doch was bringen die, wenn der Täter maskiert ist?“ Oder ein Knopf für ein Notsignal – entsprechende Vorkehrungen würden schließlich auch die Versicherungen verlangen. „Aber bei einer vorgehaltener Pistole ist es vernünftiger, dem Täter die Kasse zu überlassen, ruhig zu bleiben und ihn nicht zu provozieren“. Damit hat die Angestellte beim Raubüberfall am Freitagabend also auch alles richtig gemacht. Ein paar Tage hat sie nun frei bekommen, berichtet Breintner, um sich von dem Schock zu erholen.

Der Täter kommen als Kunden in die Tankstelle, bestellen einen Kaffee und eine Breze und kundschaften alles aus – dann kommt es zum Überfall, berichtet Breintner von seiner Erfahrung. „Das in Neumarkt wird nicht der einzige Fall bleiben. Ich gehe aber davon aus, dass die Polizei den Täter erwischt.“

Polizei warnt vor Einbrüchen

In der Tat ist die Aufklärungsrate in solchen Fällen gar nicht schlecht, wie es von der Pressestelle der Polizeidirektion Rosenheim heißt. Im Landkreis Mühldorf würden etwa 60 Prozent solcher Straftaten aufgeklärt. Die Erfahrung habe laut Polizei gezeigt, dass oftmals Beschaffungskriminalität als Motiv hinter solchen Überfällen steht, etwa bei Drogenabhängigen, die möglichst schnell an Geld kommen wollen. Der Überfall am Freitag in Neumarkt-St. Veit passe auch zur Jahreszeit. Man müsse jetzt, da die Tage wieder kürzer werden, vermehrt mit „Dämmerungswohnungseinbrüchen“ rechnen, heißt es seitens der Polizei.

Fotos vom Tatort nach dem Überfall:

Raubüberfall auf Tankstelle in Neumarkt-St. Veit

je/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser