Auch Feuerwehren proben diesen Ernstfall

Gefahr in der Region: Das Eis auf dem Wasser ist nicht sicher!

+
Einen in dünnes Eis eingebrochenen mit dem Schlauchboot zu retten, ist eine von mehreren Möglichkeiten, welche die 25 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neuötting geprobt haben.
  • schließen

Neuötting – Alarm für die Freiwillige Feuerwehr: Eine Person ist auf dem Eis eines Baggerweihers ins eiskalte Wasser eingebrochen. Gott sei Dank handelt es sich bei dieser Meldung nur um ein Übungsszenario. Die Botschaft dahinter ist umso ernster und sie gilt nicht nur in Neuötting.

Freitagabend am Baggerweiher nahe Winhöring: 25 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Neuötting trainieren den Ernstfall. Thema dieses Mal: Eisrettung. Nach einem theoretischen Teil zu den Gefahren und Sicherheitshinweisen wie insbesondere dem Selbstschutz geht es zum praktischen Teil.

Steckleiterteile werden zum Verunfallten vorgebracht.

Übung Eisrettung:

Zu Übungszwecken hat sich Franz-Xaver Anders, der 1. Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Neuötting, ins eiskalte Wasser des Baggerweihers begeben und stand als „Opfer“ zur Verfügung. Als erste schnelle Hilfe haben die Kameradinnen und Kameraden versucht, dem Eingebrochenen von Land aus eine Leine zuzuwerfen und damit ans sichere Land zu ziehen

Wichtig auf unsicherem Eis: Das Gewicht möglichst gleichmäßig auf die Fläche verlagern.

In weiteren Übungen kamen auch 

  • Steckleiterteile, 
  • die Schleifkorbtrage, 
  • das Spineboard, 
  • das Schlauchboot 
  • wie auch die Drehleiter der Feuerwehr 

zum Einsatz.

Dringender Appell:

Damit es aber bei Übungen bleibt und es möglichst nicht zum tatsächlichen Notfall-Einsatz kommt, „beachtet bitte die Warnung von Feuerwehren, Wasserwachten oder Ämtern“, schreibt die Freiwillige Feuerwehr Neuötting. Sprecher Markus Falter weist auf Nachfrage von innsalzach24.de deutlich darauf hin, dass in so einem Ernstfall die Wasserwachten das Sagen haben. Die Wehren leisten bei so einem Einsatz Hilfe. So oder so. Diese Hilfe will trainiert sein. 

Auch mit der Drehleiter ist eine Rettung einer ins Eis eingebrochenen Person möglich.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Prüfen Sie, ob das Eis trägt!
  • Beachten Sie Warnhinweise und Verbotsschilder!
  • Kindern müssen die Gefahren erklärt werden!
  • Verlassen Sie sofort die Eisfläche wenn Sie es knacken hören oder dunkle Stellen wahrnehmen!
  • Versuchen Sie sich in Richtung Ufer vorzuarbeiten! Sollten Sie selbst einbrechen - bleiben Sie ruhig!
  • Rufen Sie Hilfe über die Notrufnummer 112, wenn Sie Eingebrochene sehen! 
  • Achten Sie bei Rettungsversuchen auf Ihre eigene Sicherheit - auch bei Tieren!

rw/Freiwillige Feuerwehr Neuötting

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser