Randvolle Container in Neuötting

Problem Altglasentsorgung: Wie Stadt und Entsorger darauf reagieren

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Neuötting – Wo entsorgt man sein Altglas richtig? Richtig: Im Altglascontainer. Was aber, wenn der bereits mehr als randvoll ist? innsalzach24.de hat nachgefragt.

Das Duale System in Deutschland (DSD) und seine Detailprobleme: So könnte man umschreiben, was einem Leser von innsalzach24.de in Neuötting aufgefallen ist. Wie es eigentlich alle machen sollten, trennt er brav seinen Müll. Beim Altglas aber gibt es Problem: Die Container in seiner Nähe sind regelmäßig randvoll.

Genauer gesagt sind diese Container nicht nur regelmäßig randvoll. Man kann gar nicht mehr an sie heran, weil Menschen ihr Altglas einfach zunächst drauf und später davor gestellt haben: eine zweifelsohne ärgerliche Angelegenheit, denn da bleibt wohl nur, das Altglas wieder mitzunehmen und an anderer Sammelstelle zu entsorgen.

Problem erkannt, Problem gebannt?

Im Stadtgebiet Neuötting gibt es derzeit vier Standorte für Altglascontainer

  • den Wertstoffhof in der Innstraße, 
  • im Stadtteil Michaelifeld, 
  • gegenüber vom Hallenbad
  • und den hinter dem Netto in der Braumeisterstraße. 

Letzterer scheint besonders frequentiert zu sein, auch von Menschen, die gar kein Altglas loswerden wollen. So liegt da gerne mal auch Restmüll rum, der da nun wirklich nicht hingehört: zwei Probleme also und unterschiedliche Ansprechpartner, die nicht für jeden klar definiert sind. innsalzach24.de hat nachgefragt.

Unterschiedliche Ansprechpartner - oder doch nicht?

Auf Nachfrage von innsalzach24.de erklärt Erich Nachreiner, Geschäftsleiter der Stadt Neuötting, dass die Altglascontainer im Stadtgebiet auf deren Grund stehen. Verantwortlich für die Leerung sei der Entsorger. In diesem Fall ist das die Firma Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KG. Die Kosten für die Entsorgung seien über das DSD bereits durch den Kaufpreis der entsprechenden Produkte gedeckt.

Nun ist es aber so, dass Altglascontainer offenbar nicht regelmäßig genug geleert werden. Sollte die Stadt von derartigen Dringlichkeiten dafür, wie etwa in der Braumeisterstraße erfahren, gebe sie diese Informationen an die Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KG weiter, so Nachreiner. Genauso würde das Landratsamt Altötting verfahren. Ansprechpartner seien alle, so Nachreiner.

Konkrete Maßnahmen

Er habe sich die Situation am Standort der Altglascontainer in der Braumeisterstraße noch am Freitag selbst angesehen, so Erich Nachreiner von der Stadt Neuötting. Was er vorgefunden habe, teile sich neben der randvollen Contaner in Restmüll und Glasflaschen, die Menschen wegen Überfüllung der Container einfach davor gestellt hatten. Der Restmüll sei eine Sache für den Bauhof, die Glasflaschen eine Sache für Veolia. 

Auf Nachfrage von innsalzach24.de bei Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KG sagt ein Sprecher, dass man bereits seitens der Stadt Neuötting über die Lage bei den Altglascontainern in der Braumeisterstraße informiert worden und die Container geleert worden seien. Problem für die Arbeiter bei solchen Einsätzen seien immer die davor abgestellten Flaschen wie auch der Restmüll. 

Restmüllverursacher müssen zahlen

Die Stadt Neuötting bittet darum, beides nicht zu tun. Bei den Glasflaschen sei man noch gnädig. Das sei eine Frage des Taktes der Entleerung. Werden im Restmüll allerdings Hinweise auf den Verursacher gefunden, werde die Stadt nicht zögern und die Entsorgung diesem in Rechnung stellen.

Für die Entsorgung von Glasflaschen sollen laut Geschäftsleiter Erich Nachreiner weitere Container am südlichen Friedhofsparkplatz aufgestellt werden. 

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © privat

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