Toter in Niederbayern

Polizei wird zu Leiche gerufen: Alle Zeugen sprechen von Unfall, doch sie lügen

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Der Tod eines 49-Jährigen sollte als Unfall getarnt werden. (Symbolbild)

Die Ermittler bewiesen ein gutes Gespür: Obwohl alle Zeugen von einem Unfall sprachen, hatten sie Zweifel an dieser Version. Tatsächlich war es ein Tötungsdelikt. 

Neustadt an der Donau - Eine Gruppe Party-Gäste wollte in Niederbayern den Tod eines 49-jährigen Polen als Unfall tarnen. Der Mann starb in der Nacht zum Montag nach einem Messerstich in einem Mehrfamilienhaus, teilte die Polizei am Freitag mit. Ein Mann hatte die Beamten gegen 3 Uhr frühmorgens gerufen. 

Die zum Teil stark betrunkenen Personen berichteten den Beamten etwas von einem Unfall. Das Opfer sei mit dem Messer in der Hand unglücklich gestürzt und habe sich selbst verletzt. Die Aussagen waren nahezu identisch. Die Beamten der Landshuter Kripo zweifelten diese Version der Geschichte aber gleich an.

Obduktion bringt die Wahrheit ans Licht

Und tatsächlich: Das Ergebnis der Obduktion des Leichnams deutete nicht darauf hin, dass die Verletzungen durch einen unglücklichen Unfall verursacht wurden. Es folgten weitere Vernehmungen der zur Tatzeit anwesenden Personen. Ihre Geschichte stellt sich als Versuch einer Vertuschung heraus. Die Party-Gäste belasten nun einen 38-jährigen Landsmann des Toten. Er habe zugestochen. 

Ein Ermittlungsrichter erließ am Donnerstag Haftbefehl gegen den Mann. Sein Motiv ist bislang unklar. Der Verdächtige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen. 

Während die Landshuter Ermittler kriminalistisches Gespür bewiesen, musste die Rosenheimer Kripo nun eine Rüge einstecken. Sie belauschte ein Gespräch einer Verdächtigen mit einem Arzt

mag

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