Mehrere tote Greifvögel in Niederbayern

Polizei jagt Vogelmörder mit Drohnen und zahlreichen Einsatzkräften

Mehrere tote Greifvögel in Niederbayern
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Bei einer koordinierten Aktion suchte die Polizei mit einem erhöhten Kräfteansatz am Mittwoch nach ausgelegten Giftködern, verendeten Vögeln und sonstigen Spuren.

Seit Ende Januar wurden in den Landkreisen Straubing-Bogen, Dingolfing-Landau und Deggendorf mehrere tote Greifvögel aufgefunden. Am Mittwoch, 10. März, fand eine groß angelegte Absuche in den betroffenen Bereichen statt.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Niederbayern - Nachdem das Polizeipräsidium Niederbayern am 26. Februar über die Einrichtung einer Ermittlungsgruppe bei der Polizeiinspektion Straubing berichtet hatte, mehrten sich Mitteilungen aus der Bevölkerung über aufgefundene tote Vögel.

Meldungen über tote Vögel häufen sich

Sämtlichen Hinweisen wurde intensiv nachgegangen und einige tot aufgefundene Greifvögel wurden zur pathologischen Untersuchung in die tierärztliche Fakultät nach Oberschleißheim gebracht. Bislang bestätigte sich in einem Fall eine Vergiftung mit einem carbofuranhaltigen Präparat. Bei zwei weiteren Fällen muss derzeit ebenfalls von einer Vergiftung ausgegangen werden.

Großangelegte Suchaktion

Bei einer koordinierten Aktion suchte die Polizei mit einem erhöhten Kräfteansatz am Mittwoch nach ausgelegten Giftködern, verendeten Vögeln und sonstigen Spuren, die zur weiteren Aufklärung der Fälle beitragen könnten.

Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei wurde das Gebiet gründlich und systematisch durchkämmt.

Drohnen im Einsatz

Neben Beamten der Polizeiinspektionen Straubing, Plattling und Dingolfing waren auch Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei und der Operativen Ergänzungsdienste Straubing im Einsatz. Eine Besonderheit stellte der Einsatz polizeieigener Drohnen dar. Mit diesem relativ neuen Einsatzmittel lassen sich weitläufige Freiflächen aus der Vogelperspektive überblicken, so dass die Polizeikräfte bei der Absuche zielgerichteter koordiniert werden können.

Drohnenaufnahmen ermöglichten einen guten Überblick über das weitläufige Gebiet

Im Umfeld der bisherigen Fundorte vergifteter Vögel bzw. aufgefundener Giftköder konnten im Bereich Straubing und Plattling keine weiteren Spuren oder Hinweise festgestellt werden. Eingesetzte Drohnen entdeckten zwar mehrere verdächtige Objekte aus der Luft, bei näherer Betrachtung durch absuchende Bodenkräfte stellten sich diese jedoch ausschließlich als unbedenklich heraus.

In Dingolfing stießen die Einsatzkräfte auf eine tote Amsel und einen verdächtigen Gegenstand. Die Amsel fällt zwar grundsätzlich nicht unter die betroffenen Greifvogelarten, dennoch wird der Kadaver, ebenso wie der aufgefundene Gegenstand zur Untersuchung in die tierärztliche Fakultät nach Oberschleißheim gebracht.

Bei dem aufgefundenen Gegenstand handelt es sich um eine kugelförmige Substanz. Ob es sich dabei gegebenenfalls um eine giftige Substanz handelt, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Keine toten Tiere oder Giftköder anfassen

Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang beim Auffinden verendeter Greifvögel sowie etwaiger Giftköder unmittelbar die Polizei zu verständigen und nichts anzufassen oder zu transportieren. Diese können toxisch sein und Gesundheitsgefahren mit sich bringen.

Zudem bittet die Polizei Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich mit der Polizeiinspektion Straubing unter 09421/868-0 in Verbindung zu setzen.

Pressemitteilung Polizei Niederbayern

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