Noch verhaltene Freude bei der Gewerkschaft

"Erst, wenn die Tinte trocken ist": So soll es im Hochwald-Werk weiter gehen

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"Erst, wenn die Tinte trocken ist": So soll es im Hochwald-Werk in Weiding (Gemeinde Polling) weiter gehen
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Weiding/Polling – Nur noch wenige Tage, dann ist das Hochwald-Werk in Weiding, Gemeinde Polling, nicht mehr das, was es mal war. Was nach der anfänglichen Horror-Nachricht, mehr als 200 Arbeitsplätze könnten verloren gehen, niemand erwartet hatte, scheint so gut wie unter Dach und Fach.

Für alle der rund 240 Beschäftigten im bald schon „ehemaligen“ Hochwald-Werk in Weiding, Gemeinde Polling, konnte eine Lösung gefunden werden oder die Betroffenen haben sie sich selbst gesucht. Zumindest sieht es ganz danach aus. Für den Interessensausgleich zwischen Hochwald und der Belegschaft fehlt nur noch eine finale Unterschrift.

Eine Idee + eine Visitenkarte = alles gut?

"Es war eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit". Das sagte der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch auf Nachfrage von innsalzach24.de zu den Verhandlungen mit der Almil AG, aber auch mit Hochwald im Januar. Ihm sei es wichtig gewesen, hier tätig zu werden und keine Reden zu schwingen. Der Kontakt zu der Almil AG, die nun einen großen Teil der ehemaligen Hochwald-Beschäftigten übernimmt, sei über eine Visitenkarte entstanden, erklärte Günther Knoblauch damals.

Eine finale Unterschrift noch und alles ist gut

innsalzach24.de hat bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten nachgefragt. Georg Schneider, NGG-Chef in der Region sagt ja zu: „Es ist geschafft. Es wird weiter produziert“. Es fehle nur die finale Unterschrift des Arbetitgebers unter dem Interessensausgleich zwischen Hochwald und Betriebsrat.

Das sind die bisherigen Eckdaten:

  • Hochwald wird den Sprüh-/Trockenturm bis 2021 weiter betreiben. Rund 40 der ehemaligen rund 240 Mitarbeiter bleiben also bei ursprünglichen Konzern.
  • Die Almil AG übernimmt die Milchannahme und einen goßen Teil der Produktion und damit rund 120 Mitarbeiter.
  • Rund 10 Auszubildende wurden vermittelt.
  • 14 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben freiwillig das Angebot von Hochwald auf Abfindung angenommen.
  • Die verbleibenden rund 60 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in anderen Arbeitsverhältnissen untergekommen.

Georg Schneider von der NGG sagt abschließend, dass alles erst, wenn die Tinte unter den Vertragspapieren gerocknet ist, auch unter als unter Dach und Fach gewertet werden könne.

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rw

Quelle: innsalzach24.de

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