Grausamer Fund an tschechischer Grenze

Nach Fund von verkohlter Leiche: Ehefrau unter dringendem Tatverdacht

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Nová Pec - Am 25. November machten Landschaftsgärtner an der tschechischen Grenze einen grausamen Fund. Nahe eines Wanderweges fanden sie eine stark verkohlte, unbekleidete, männliche Leiche. Im Zuge der Ermittlungen wurde nun die Ehefrau des Mannes verhaftet.

Im Grenzgebiet zwischen Niederbayern und Tschechien wurde am 25. November eine männliche Leiche gefunden. Die unbekleidete Leiche war in einem Waldstück in der Nähe der Ortschaft Nová Pec in Tschechien entdeckt worden. Die Obduktion des Mannes hatte damals ergeben, dass er Opfer einer Gewalttat wurde.

Über die Identität des Mannes herrschte lange Zeit Ungewissheit. Die Polizei erhoffte sich durch die Veröffentlichung dieses Fotos entscheidende Hinweise: 

Aber e rst anhand eines Hüftimplantats konnte die Leiche identifiziert werden. Es handelte sich um einen 69-jährigen Mann aus dem Landkreis Straubing-Bogen. 

Nun, gut zweieinhalb Monate nachdem die Leiche entdeckt wurde, wurde die Ehefrau wegen des dringenden Tatverdachtes festgenommen. Über das Motiv und über das Ergebnis der Vernehmung am 12. Februar könne die Polizei noch keine weiteren Auskünfte erteilen, heißt es in einer Pressemitteilung

Bei der Durchsuchung des gemeinsamen Hauses und der Geschäftsräume der Frau nach möglichen Beweismitteln konnten die Beamten allerdings unter anderem mehrere Datenträger und Unterlagen sicherstellen. 

Ausführliche Pressemitteilung der Polizei:

Die Kriminalpolizei Straubing übernahm in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Regensburg- Zweigstelle Straubing- die Ermittlungen zum Tathergang und gründete die Ermittlungsgruppe „Schwarzenberg“. Diese arbeitete dabei sehr eng mit der Kriminalpolizei in Budweis zusammen. 

Bereits nach dem Auffinden des Verstorbenen führten die tschechischen Beamten aus Budweis intensive und aufwändige Ermittlungen durch und banden dabei u. a. auch die niederbayerische Polizei frühzeitig mit ein.

Am Dienstag, 12. Februar, wurden die von der Staatsanwaltschaft Regensburg –Zweigstelle Straubing- beantragten Durchsuchungsbeschlüsse für das ehemalige Wohnanwesen des Verstorbenen sowie für die Geschäftsräume der Ehefrau in München vollzogen. Unterstützt wurden die Beamten der Straubinger Kripo dabei von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei, dem Polizeipräsidium München und der Operativen Ergänzungsdienste Straubing.

Bei der Durchsuchung nach möglichen Beweismitteln konnten unter anderem mehrere Datenträger und Unterlagen sichergestellt werden.

Im Rahmen der Durchsuchung des Wohnanwesens in Laberweinting wurde die 60-jährige Ehefrau des Getöteten auf Grund eines erwirkten Haftbefehls festgenommen. Die Ehefrau wurde am 12. Februar dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser hielt den von der Staatsanwaltschaft Regensburg – Zweigstelle Straubing- beantragten Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachtes des Mordes aufrecht. Die Frau wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Über das Motiv und über das Ergebnis der gestrigen Vernehmung der dringend tatverdächtigen Ehefrau können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte erteilt werden, die Ermittlungen werden auch nach der Festnahme der Ehefrau intensiv fortgeführt.

mz/Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

 

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Wolf / Polizeipräsidium Niederbayern Montage

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