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Freude bei Erlanger und Nürnberger Studenten währte nicht lange

Zu schön um wahr zu sein: Semesterticket zum Spottpreis an DB-Automaten

Fehlerhaftes Semesterticket
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Ein Student hält ein Semesterticket für den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg.

Über ein Semesterticket zum Spottpreis hatten sich die Studenten in Nürnberg und Erlangen gefreut. Doch die Freude währte nur über einen kurzen Zeitraum.

Nürnberg/Erlangen – Die Freude zahlreicher Erlanger und Nürnberger Studierenden über ein wegen eines Fehlers für 2,07 Euro statt 207 Euro verkauften Semestertickets hat nur kurz gewährt. Am Mittwoch (6. April) teilte der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) mit, dass das Ticket so nicht hätte verkauft werden dürfen. Es gelte lediglich der genehmigte und veröffentlichte Tarif. Auch wenn es dem Vernehmen nach eine Kulanz-Übergangslösung geben soll. Wer ein halbes Jahr mit dem Semesterticket Bus und Bahn nutzen will, muss aber den vollen Preis bezahlen.

Die Nachricht über das vermeintliche Schnäppchen hatte sich am Montag (4. April) wie ein Lauffeuer etwa in sozialen Medien verbreitet und Massen von Studierenden an die Automaten gelockt. An den teilnehmenden Hochschulen waren im Wintersemester mehr als 50.000 Studierende eingeschrieben. Wie viele sich die Billig-Tickets für 2,07 Euro holten, war auch am Mittwoch (6. April) noch unklar. Mit der Fahrkarte kann man rund um die Uhr den ÖPNV in weiten Teilen Nordbayerns nutzen.

Nur an Automaten der DB

Kurios: Der Fehler war nur an Automaten der Deutschen Bahn, nicht etwa im Onlineverkauf oder an anderen Automaten aufgetreten. Laut VGN war er aus noch ungeklärter Ursache mit einer neuen Version der Gerätesoftware bereits am vergangenen Freitag (1. April) aufgespielt worden, am Montag (4. April) wurde er behoben.

Gemeinsam mit Vertretern der Hochschulen und der Studierenden konnte man eine Kulanzlösung erarbeiten, die folgendermaßen aussieht: Bis Ende der Osterferien am 24. April ist es noch gestattet, mit der fehlerhaften Karte zu fahren. Danach bräuchte es aber die reguläre Karte, die man für 207 Euro, also zum vollen Preis erwerben kann, da aus technischen Gründen eine Verrechnung der 2,07 Euro nicht möglich ist.

Wer wirklich nur wegen des Spottpreises große Augen bekommen hat und das Ticket in dieser Übergangszeit doch nicht haben will, kann es aber auch zurückgeben. Im Gegenzug bekäme man die 2,07 Euro erstattet.

mck/dpa

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