Mit Rücksicht in die Wandersaison

Hüttenbesuch zu Corona-Zeiten: Das müsst Ihr wissen

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150 Jahre Deutscher Alpenverein

Oberbayern - Die Hütten des Alpenvereins öffnen am 18. Mai ihre Türen für Gäste nach der Corona-Pause. Doch es gilt einiges zu beachten:

Die Corona-Krise machte den Hüttenwirten die bisherige Saison schwer. Denn sie durften ihre Türen, so wie andere Gastronomen, für Gäste bisher nicht öffnen. Am 18. Mai nun dürfen die Alpenvereinshütten in Bayern in die Sommersaison starten, gab der Alpenverein in einer Pressemeldung am Donnerstag bekannt. Drei Tage zuvor, am 15. Mai werden auch die Hütten in Österreich öffnen. 


Um den Besuch so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten hat der Deutsche Alpenverein in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium ein entsprechendes Konzept erstellt. Für die Gäste gilt es beim Hüttenbesuch einiges zu beachten:

Ebenso, wie im Tal herrschen auf bayerischen Hütten strikte Hygiene-, Zugangs- und Abstandsregeln.


Die Öffnung der Hütten erfolgt, dem Kabinettsbeschluss entsprechend, schrittweise: 

  • Am Montag, dem 18. Mai, öffnet der Außenbereich. 
  • Eine Woche darauf, am 25. Mai, kann der Innenbereich wieder genutzt werden. 
  • Ab Samstag, den 30. Mai sind auch Übernachtungen wieder möglich.

"Ob und wann eine Hütte tatsächlich öffnet, hängt allerdings von weiteren Faktoren ab, zum Beispiel von der Größe des Außenbereichs, dem erwarteten Wetter zwischen dem 18. und 25. Mai und der Möglichkeit, die von den Behörden geforderten Auflagen umzusetzen", heißt es in der Pressemeldung des Alpenvereins weiter. Auch haben im Sommer nicht alle Hütten geöffnet. 

Man sollte sich also vor dem Besuch auf der Homepage der Hütte oder telefonisch informieren. Die Hüttensuche des DAV kann dabei helfen. 

Eine Übersicht über die Hütten, die bald in die Saison gehen, findet Ihr hier. 

"Das Wichtigste in der Krise ist immer noch die Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Menschen", so DAV-Vizepräsident Roland Stierl. Am besten, man plane auf der Wanderung den Hüttenbesuch nicht zwingend ein. Wenn also bei der Ankunft erkennbar wird, dass andere schon Schlange stehen, empfiehlt es sich, den Hüttenbesuch zu vertagen. Getränke und Proviant sollte man deshalb vorsichtshalber dabei haben. 

Folgende Regelungen und Empfehlungen gelten jedoch für alle DAV-Hütten im Außenbereich:

  • Grundsätzlich gelten die gleichen Vorgaben zum Händewaschen, Abstand und Kontaktbeschränkungen wie im Tal! 
  • Die gekennzeichneten Laufwege und Sitzflächen sind für jeden Gast bindend. Dies gilt auch für die Anweisungen des Personals. 
  • Das Hüttenpersonal nimmt die Kontaktdaten aller Gäste auf, damit die Infektionsketten im Notfall nachverfolgt werden können. 
  • Der Mindestabstand beträgt 1,5 Meter – in allen Bereichen: am Tisch, beim Aufstehen und Hinsetzen, auf den Wegen, in den Sanitärräumen und auch im Wartebereich. Ausnahmen hiervon gelten für Personen, denen der Kontakt zueinander erlaubt ist. 
  • Die Hütten dürfen nur in gesundem Zustand besucht werden. Bei Vorliegen von Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung jeglicher Schwere oder von Fieber ist eine Bewirtung leider nicht möglich. 
  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht – und zwar sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Wie auch im Tal genügen ein Buff-Tuch oder Schal. Lediglich am Tisch ist diese Vorsichtsmaßnahme nicht notwendig. 
  • Auf Wartezeiten einstellen: Viele Hütten müssen durch die Abstandsregelungen ihre Sitzkapazitäten stark reduzieren. Gerade bei beliebten Hütten kann es an schönen Wochenendtagen zu langen Wartezeiten kommen. 
  • Wanderer sollten genug Proviant und Getränke mitnehmen, um zur Not auch ohne Hüttenbesuch auszukommen.

Die Regeln für österreichische Hütten findet Ihr hier

jv/Pressemeldung Deutscher Alpenverein

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