Warnung für Wanderer und Skitouren-Geher

Erhöhte Lawinengefahr in der Region - Suchtruppen seit Wochen unterwegs

Am 19. Januar verkündet der Lawinenwarndienst Bayern eine Warnung für Wanderer uns Skigänger. Durch die Coronabeschränkungen steigt die Gefahr.

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Südliches Oberbayern - Mehrere Lawinenabgänge beschäftigten in den vergangenen Tagen die Bergwacht und die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Zum Glück kamen dabei keine Menschen zu Schaden. Das Polizeipräsidium warnt vor den derzeit in den Bergen herrschenden Gefahren. Große Mengen an Neuschnee haben im Alpenraum zu Lawinenabgängen und darauf folgende Suchmaßnahmen geführt.

Am Samstag, 16. Januar, machten sich die Suchmannschaften im Zugspitzgebiet auf den Weg, nachdem nach einem Lawinenabgang unterhalb der Riffelspitzen befürchtet werden musste, mehrere Menschen wären verschüttet worden. Helfer der Bergwacht, der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei und mehrere Hubschrauberbesatzungen waren im Einsatz. Glücklicherweise konnten die Suchmaßnahmen im Laufe des Nachmittags abgebrochen werden, weil sich die Befürchtungen nicht bewahrheitet hatten.

Auch an der Mühlhornwand im Geigelsteingebiet wurden tags zuvor nach einem Lawinenabgang die Bergwacht und die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums alarmiert. Weil die Spur eines Bergwanderers den Lawinenkegel querte, mussten auch hier aufwändige Suchmaßnahmen stattfinden, wieder mit Unterstützung einer Hubschrauberbesatzung. Erneut konnten die Helfer Stunden später Entwarnung geben. Die Suche hatte keine Anhaltspunkte ergeben, dass jemand verschüttet worden war.

Trotz erhöhter Gefahr Menschen unterwegs

Am vergangenen Wochenende herrschte in den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen in höheren Lagen die Meldestufe 4 (groß), überall sonst im oberbayerischen Alpenraum die Warnstufe 3 (erheblich). Trotz dieser Gefahren wurden in den Bergen viele Wanderer und Skitourengeher festgestellt, am Damkar bei Mittenwald beispielsweise. Weil aufgrund der aktuellen Corona-Lage die Karwendelbahn bis auf weiteres ihren Fahrbetrieb eingestellt hat, finden im oberen Bereich momentan keine künstlichen Sprengungen zur Minderung der Lawinengefahr statt. Dennoch ignorierten Tourengeher die Warnhinweise und begaben sich in Lebensgefahr.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd warnt vor der derzeit immer noch herrschenden Lawinengefahr! Von den Berchtesgadener Alpen bis zu den Allgäuer Alpen stellt der Lawinenwarndienst Bayern am 19. Januar in allen Gebieten in höheren Lagen immer noch die Warnstufe 3 (erheblich) fest und weist darauf hin, dass „Unternehmungen im Gebirge zurzeit Vorsicht und eine überlegte Routenwahl erfordern. Zu beachten ist, dass Skipisten momentan nicht überwacht und vor Lawinengefahren gesichert werden. Mit der markanten Erwärmung zur Wochenmitte hin bleibt die Lawinensituation angespannt.“

Informationen zur Lawinengefahr und zum richtigen Verhalten bekommen Interessierte auf den Internetseiten des Lawinenwarndienstes Bayern und des Deutschen Alpenvereins.

Pressemitteilung Polizei Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © Polizeiprädium Oberbayern Süd

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