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Schutz für Kiebitz, Karwendel & Co.

Bezirk Oberbayern fördert Naturschutz und Landschaftspflege

Der Kiebitz gehört zu den stark bedrohten Vogelarten.
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Der Kiebitz gehört zu den stark bedrohten Vogelarten.

Mit einer anteiligen Finanzierung beteiligt sich der Bezirk Oberbayern an vier langfristig angelegten Vorhaben, die dem Naturschutz und der Landschaftspflege dienen.

Meldung im Wortlaut

Oberbayern - Es handelt sich um das Projekt „Titting – Steinreiche Natur“, um die beiden BayernNetzNatur-Projekte „Ehemaliger Pionierübungsplatz und Tanklager Krailling sowie Magerrasen im Kreuzlinger Forst“ und „Netzwerke für den Kiebitz“ sowie um die Gebietsbetreuung Alpenraum im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Über die Förderung hat der oberbayerische Bezirkstag in seiner Sitzung am 16. Dezember entschieden.

Für das auf vier Jahre angelegte Projekt „Titting – Steinreiche Natur“ erhält die Trägergemeinschaft, bestehend aus der Marktgemeinde Titting (Landkreis Eichstätt) und dem Landesbund für Vogelschutz, einen Zuschuss von 18.300 Euro. Ziel ist es, die geologisch entstandene einzigartige Arten- und Lebensraumvielfalt im Bereich der Südlichen Frankenalb zu sichern und zu stärken.

Der umfangreiche Maßnahmenkatalog sieht unter anderem die Entwicklung einer artenreichen Ackerwildkrautflora, ein Rekultivierungskonzept für die Jurakalk-Steinbrüche und die Aufwertung der Gewässer dritter Ordnung auf dem rund 70 km2 großen Gebiet vor. Außerdem soll eine Personalstelle für die fachkundige Begleitung des im März 2022 anlaufenden Projekts eingerichtet werden.

Der Landkreis Starnberg hat zusammen mit der Gemeinde Krailling eine Förderung für das BayernNetzNatur-Projekt „Ehemaliger Pionierübungsplatz und Tanklager Krailling sowie Magerrasen im Kreuzlinger Forst“ eingereicht. Auf der 775 Hektar großen Fläche befinden sich besonders wertvolle Trockenbiotope, die geschützt und neu miteinander vernetzt werden sollen.

Kernproblem ist die zunehmende Freizeitnutzung. Deshalb setzen die kommunalen Träger neben Maßnahmen, die der Pflege und dem Artenschutz dienen, vor allem auf Beratung und Aufklärung vor Ort. Der Bezirk fördert das von 2022 bis 2026 laufende Projekt mit rund 30.000 Euro.

Im BayernNetzNatur-Projekt „Netzwerke für den Kiebitz“ ziehen seit 2019 die drei Landkreise Altötting, Traunstein und Rosenheim an einem Strang. Nun geht das Vorhaben, das die Bestände der bayern- und deutschlandweit stark bedrohten Vogelart wieder aufbauen und sichern möchte, in die Verlängerung. Der Bezirk Oberbayern bewilligt dafür den Landschaftspflegeverbänden Altötting und Traunstein für weitere drei Jahre jeweils rund 6600 Euro.

Der Landkreis Rosenheim erhält für vier Jahre einen Zuschuss von rund 22.000 Euro. In der landkreisübergreifenden Zusammenarbeit soll es gelingen, dauerhaft wirksame Strategien zum Erhalt der Biodiversität in der Agrarlandschaft zu entwickeln.

Das ist eine große Herausforderung, denn Kiebitze brüten natürlicherweise in Feuchtwiesen, von denen es immer weniger gibt. Weichen die Vögel auf Ackerflächen, werden ihre Gelege durch die landwirtschaftliche Nutzung zerstört.

Einsatzgebiet der Gebietsbetreuung Alpenraum – im Vordergrund der Wiesbauern-Hochleger.

Eine Förderung durch den Bezirk Oberbayern erhält auch die Gebietsbetreuung Alpenraum, zuständig für Teile des Karwendels, des Estergebirges und der bayerischen Voralpen. Obwohl in dem Alpengebiet gleich mehrere Schutzgebiete ausgewiesen sind, sind heute viele charakteristische Pflanzen und Tiere bedroht.

Grund ist der starke Druck durch Tourismus und Einheimische, den der Einfluss von Social Media und die Reisebeschränkungen in der Pandemie noch verstärken. Die Gebietsbetreuung (1,5 Stellen) soll die Lenkung der Besuchenden verbessern und zu einer naturverträglicheren Nutzung des Alpenraums beitragen. Für das dreijährige Projekt, das bereits seit Mai 2021 läuft, erhält der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen 17.300 Euro.

Die Förderung des Bezirks Oberbayern bezieht sich auf den gesamten Projektzeitraum und beträgt jeweils fünf Prozent der Gesamtkosten. Zehn Prozent sind Eigenmittel der Projektträger, der Rest kommt aus dem Bayerischen Naturschutzfonds.

Pressemitteilung des Bezirks Oberbayern

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