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Eine App gegen Fahrraddiebe

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Oberbayern - Um aktiv gegen die vielen Fahrraddiebe vorzugehen, gibt es nun einen Fahrradpass. Darin kann man seine Fahrraddaten registrieren - auch als App.

Fahrraddiebstähle im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd haben seit 2010 kontinuierlich zugenommen. Die Fallzahlen sind von 3.157 (2010), über 3.310 (2011), auf 3.438 (2012) Delikte angestiegen, der registrierte Schaden betrug dabei im vergangenen Jahr rund 1,4 Millionen Euro. Damit hat sich die Fahrradkriminalität zu einem Massendelikt entwickelt, dass im besonderen Maße das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beeinträchtigt.

Aus diesem Grund hat sich das Polizeipräsidium Oberbayern Süd entschlossen, aktiv gegen den Fahrraddiebstahl vorzugehen. Bereits vor drei Jahren wurde für den Präsidialbereich eine Fahrraddatenbank eingeführt, in die jeder Bürger freiwillig seine Fahrraddaten registrieren lassen kann.

Dadurch sind aufgefundene oder mitgeführte Fahrräder leichter zu identifiziert und es steigt die Chance erheblich, den Fahrraddieben das Handwerk zu legen. Fahrradpässe liegen bei allen Polizeiinspektionen auf und sind auch auf der Internetseite der Polizei zu finden.

Diese Fahrradpässe gibt es auch als kostenlose App für iPhones und Android-Smartphones gibt.

Darin stehen die zur Identifizierung des Rads notwendigen Informationen, zum Beispiel die Rahmennummer.

Diese individuelle Rahmennummer ist bei vielen in Deutschland verkauften Rädern in den Rahmen eingeschlagen. Möglich ist auch, selbst eine zusätzliche, individuelle Kennzeichnung anzubringen, zum Beispiel durch Eingravieren einer Individualnummer. Die Polizei empfiehlt eine Fahrradcodierung (mit Kraftfahrzeugkennzeichen, Gemeindeschlüssel, Straßenschlüssel, Hausnummer und Initialen). Damit kann sie die Wohnanschrift des Eigentümers ermitteln. Beim Fachhändler erfahren Radbesitzer, wo sie ihr Rad codieren lassen können.

„Diebstahlschutz von Fahrrädern beginnt mit einem guten Schloss. Am besten eignen sich hierfür massive Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Damit sollte das Fahrrad an einem festen Gegenstand angeschlossen werden, zum Beispiel an einem Fahrradständer, damit es nicht weggetragen werden kann“, erklärt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). Das gelte insbesondere für große Stellplätze, wie zum Beispiel an Bahnhöfen, Bädern oder Sport- und Freizeiteinrichtungen, da diese Orte bei Fahrraddieben sehr beliebt seien, so Hammann weiter.  

Weitere Tipps, wie sich Fahrradbesitzer vor Dieben schützen können, finden sie im Faltblatt „Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?“. Das Faltblatt liegt bei den örtlichen (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen aus, kann aber auch über die App und im Internet heruntergeladen werden: www.polizei-beratung.de/medienangebot/details/form/

Die FAHRRADPASS-App kann kostenlos im App Store beziehungsweise im Google Play Storeherunter geladen werden.

Pressemitteilung Profil Programm Polizeiliche Kriminalprävention / Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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