Empfehlung der Regierung von Oberbayern

Ferienjobs - Sicherheit geht vor!

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München - Die Regierung von Oberbayern empfiehlt Schülern und Eltern einige Tipps bezüglich Ferienjobs. So können viele junge Menschen ihr Taschengeld aufbessern:

Um das Taschengeld aufzubessern, nehmen viele junge Menschen einen Ferienjob an. Die Gewerbeaufsicht der Regierung von Oberbayern empfiehlt Schülern wie Eltern und Arbeitgebern folgende Tipps zu beachten:

- Ganzjährig dürfen Kinder ab 13 Jahre und Jugendliche, die der neunjährigen Vollzeitschulpflicht unterliegen, grundsätzlich nur mit Einwilligung der Eltern zwei Stunden pro Tag leichte und geeignete Arbeiten verrichten, z.B. Babysitten, Nachhilfeunterricht oder das Austragen von Zeitungen, Zeitschriften und Werbematerial.

- Ferienjobs dürfen Jugendliche erst ab einem Alter von 15 Jahren ausüben. Die Dauer der Ferienjobs ist auf maximal 4 Wochen im Jahr begrenzt, die Arbeitszeiten sind auf den Zeitraum zwischen 6:00 Uhr und 20:00 Uhr festgelegt, maximal 5 Tage die Woche mit höchstens 8 Stunden täglich und 40 Stunden in der Woche. Schüler ab 15 Jahren, die nicht mehr der Vollzeitschulpflicht (in Bayern 9 Schuljahre) unterliegen, dürfen auch länger als 4 Wochen im Jahr arbeiten. Während dieser Zeit kön-nen sie auch ein Schülerpraktikum absolvieren, um einen Einblick in ihren Wunsch-beruf zu bekommen. Ein Schülerpraktikum in den Ferien ist für Schüler unter 15 Jah-ren während der Vollzeitschulpflicht nicht möglich. Zulässig ist in diesen Fällen nur das Betriebspraktikum, das die Schulen während der Schulzeit durchführen. Für beide Gruppen gilt ein Beschäftigungsverbot am Wochenende, mit Ausnahmen für einige wenige Berufszweige wie z.B. in Gaststätten oder in der Landwirtschaft.

- Das Jugendarbeitsschutzgesetz erlaubt zudem nur dem Alter angemessene Tätigkeiten. Dies sind Arbeiten, welche die Leistungsfähigkeit der Schüler nicht übersteigen, bei denen sie keinen sittlichen Gefahren ausgesetzt sind, die nicht mit Unfallgefahren verbunden sind und bei denen sie keinen schädlichen Einwirkungen wie Lärm oder Gefahrstoffen ausgesetzt sind.

- Verboten sind Fließband- und Akkordarbeiten genauso wie Tätigkeiten, die mit starker Hitze, Kälte und Nässe oder Lärm einhergehen. Auch gefährliche Arbeiten, wie zum Beispiel die Beschäftigung an einer Kreissäge oder das Fahren eines Gabelstaplers, sind nicht erlaubt.

- Wichtig für den Arbeitgeber: Jugendliche sind bei Ferienjobs wie andere Beschäftige auch gesetzlich unfallversichert. Auch sind Jugendliche vor Beginn der Beschäftigung über Unfall- und Gesundheitsgefahren zu unterweisen.

Weitere Informationen erhalten Sie vom Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern im Internet unter http://www.gaa-m.bayern.de/formulare/sozarbeitsschutz/ oder unter der Telefonnummer 089 2176-1.

Einen Ratgeber zum gesetzlichen Mindestlohn finden Sie auf der Homepage des Berufsverbandes der Rechtsjournalisten e.V.

Pressemitteilung Regierung von Oberbayern

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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