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Sicherheitsbericht 2020 für die Region

Polizei Oberbayern Süd zieht Bilanz zu Kriminalität, Unfällen und Verkehrsdelikten

Polizei (Symbolbild)
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Polizei (Symbolbild)

Rosenheim/Oberbayern - Im zusammengefassten Sicherheitsbericht führt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd die Entwicklung der Kriminalitätslage im Zuständigkeitsbereich sowie die Bilanz der polizeirelevanten Verkehrsvorkommnisse auf.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Kriminalitätslage

Im Jahr 2020 wurden im Landkreis Rosenheim insgesamt 10.259 Straftaten (2019: 11.444) in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 1.185 Straftaten beziehungsweise 10,4 Prozent. Straftaten ohne ausländerrechtliche Delikte wurden in der PKS mit 7.618 Fällen (2019: 8.857) erfasst. Die Aufklärungsquote stieg 2020 um 2,7 Prozent auf 80,5 Prozent (2019: 77,8 Prozent).

Als Gradmesser für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung dient die Häufigkeitszahl, die im Bereich des Landkreises Rosenheim bei einem Wert von 3.926 pro 100.000 Einwohnern (Polizeipräsidium Oberbayern Süd: 4.206 / Bayern: 4.528) liegt.

2020 wurden im Landkreis Rosenheim 7.169 Tatverdächtige (2019: 7.690) ermittelt. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen lag bei 4.137 beziehungsweise 57,7 Prozent (2019: 4.495 beziehungsweise 58,5 Prozent). 2.814 der Tatverdächtigen waren Zuwanderer (2019: 2.751). Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden Tatverdächtigen lag bei 1.132 beziehungsweise 15,8 Prozent (2019: 1.220 beziehungsweise 15,9 Prozent).

Kriminalitätsentwicklung

Kriminalitätsentwicklung seit 2011
Kriminalitätsentwicklung

Verkehrsbilanz

Im Jahr 2020 ereigneten sich im Landkreis Rosenheim 6.254 Verkehrsunfälle (2019: 7.345). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 1.091 Verkehrsunfällen bzw. 14,9 %. 1.078 Verkehrsunfälle wurden wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort (2019: 1.346 Unfälle) erfasst. 2020 haben 13 Personen im Straßenverkehr ihr Leben verloren (2019: 13). Als Hauptunfallursache wurden „Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren“ verzeichnet.

Hauptunfallursachen

Berücksichtigt wurden alle Ursachen bei allen Beteiligten - insoweit kommt es ggf. zu einer mehrfachen Zählung der VU und Geschädigten

Hauptunfallursachen

Unfallbilanz

Unfallbilanz

Verkehrsstraftaten

Verkehrsstraftaten

Besondere Ereignisse im Landkreis Rosenheim

Frasdorf - Ein 19-Jähriger hatte am 27. Januar über ein Mitfahrerportal zwei Personen (Plus-Artikel), darunter auch den späteren 18-jährigen Tatverdächtigen, aus Zürich nach Deutschland in seinem Fahrzeug mitgenommen. Nachdem der andere Mitfahrer in München ausgestiegen war, ging die Fahrt bis Frasdorf im Landkreis Rosenheim weiter. Hier lotste der 18-Jährige das spätere Opfer gegen 1.30 Uhr unter einem Vorwand auf einen Parkplatz, wo es zu dem tätlichen Angriff kam.

Der Tatverdächtige verletzte das Opfer dabei schwer und floh anschließend mit dessen Pkw in Richtung München, wo er sich wenig später bei der Polizei stellte. Der schwer verletzte 19-Jährige wurde von zufällig hinzukommenden Passanten professionell medizinisch erstversorgt und anschließend in eine Klinik eingeliefert. Der 18-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen und befindet sich in Haft.

Bad Endorf - Am 2. März befuhr ein 52-Jähriger mit seinem Lkw gegen 8.30 Uhr eine Seitenstraße in Bad Endorf (Plus-Artikel) und wollte nach links in die Chiemseestraße (Staatststraße 2092) einbiegen. Dabei hatte der Lkw-Fahrer das Verkehrszeichen 205 „Vorfahrt gewähren!“ zu beachten und blieb zunächst stehen, um den vorfahrtsberechtigten Querverkehr vorbeizulassen. Gerade als der Lkw-Fahrer wieder anfuhr und mit dem Abbiegevorgang begann, überquerte ein 53-Jähriger den Einmündungsbereich der untergeordneten Straße zu Fuß von links. Dabei wurde der Fußgänger vom anfahrenden Lkw erfasst, zu Boden gedrückt und überrollt, wodurch er tödliche Verletzungen erlitt.

Großkarolinenfeld - Nachdem eine Anwohnerin am Samstagmorgen, 26. September, gegen 3.30 Uhr, aufgrund ungewöhnlicher Wahrnehmungen die Einsatzzentrale im Polizeipräsidium verständigt hatte, war in der Bahnhofstraße in Großkarolinenfeld kurz darauf ein schwer verletzter junger Mann mit einer Schussverletzung (Plus-Artikel) gefunden worden. Das 20-jährige Opfer musste in ein Klinikum eingeliefert und operiert werden. Noch in der Nacht konnten die Einsatzkräfte einen 22-jährigen Tatverdächtigen festnehmen, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt wurde. Dieser erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

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