Tötungsdelikt in Bayern

Tragische Beziehungstat? Leblose Frau (23) in Waldstück aufgefunden - Todesursache steht fest

24-Jährige leblos an Waldstück gefunden: Polizei geht von Beziehungstat aus
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Aktuell finden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen am Auffindeort statt.

Oberrimbach - Im Landkreis Neustadt an der Aisch wurde am Donnerstagmorgen, 2. Juli, der Leichnam einer 23-Jährigen gefunden. Die Frau wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Nun steht die Todesursache fest. 

Update, 16 Uhr - Todesursache steht fest

Die 23-Jährige wurde am Donnerstagvormittag gegen 10 Uhr an einem Waldstück bei Oberrimbach leblos aufgefunden. Die Frau wurde augenscheinlich Opfer eines Gewaltdelikts. Die Mordkommission der Ansbacher Kriminalpolizei führt seitdem die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, um die Hintergründe des Tatgeschehens aufzuklären.

Im Rahmen der am Freitag durchgeführten Obduktion wurde festgestellt, dass die 23-Jährige durch "scharfe Gewalt gegen den Oberkörper" getötet wurde.

Nach bisherigem Ermittlungsstand könne eine Beziehungstat im Zusammenhang mit dem Suizid des 27-jährigen ehemaligen Lebensgefährten der Getöteten nicht ausgeschlossen werden. Bislang ergaben sich auch weiterhin keine Hinweise, welche "auf den Aufenthalt unbekannter Dritter schließen lassen würden".

Um die bisherigen Erkenntnisse zu verifizieren, müssen noch die Auswertungsergebnisse der umfangreichen Spurensicherungsmaßnahmen abgewartet und abgeglichen werden. 

Pressemeldung Polizeipräsidium Mittelfranken

Erstmeldung:

Gegen 10 Uhr wurde die junge Frau in einem Waldstück bei Oberrimbach leblos aufgefunden. Die Mordkommission der Kriminalpolizei Ansbach hat sofort umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Im Zuge der Spurensicherung und der Suche nach Beweismitteln kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. 

Michael Petzold, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken, bestätigte gegenüber news5.de, dass die Frau gewaltsam zu Tode kam. "Die Todesursache muss durch eine Obduktion geklärt werden."

Aktuell finden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen am Auffindeort statt.

Derzeit werde geprüft, ob es sich bei dem Vorfall um eine Beziehungstat handelt. Demnach bestehe wohl zwischen dem Tod der 23-Jährigen und dem Suizid eines 27-Jährigen an einer Bahnstrecke bei Markt Bibart am Mittwochabend ein Zusammenhang. Bei dem verstorbenen Mann soll es sich laut Informationen aus Insider-Kreisen um den Ex-Lebensgefährten der Getöteten handeln. 

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken bekannt gab, "liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine Hinweise vor, die auf den Aufenthalt eines unbekannten Dritten am Tatort schließen lassen."

Zweiter Fall dieser Art in Mittelfranken innerhalb einer Woche

Es ist bereits der zweite Fall dieser Art in Mittelfranken innerhalb einer Woche. Erst am vergangenen Samstag soll laut ersten Erkenntnissen der Polizei ein Mann zunächst seine Lebensgefährtin und dann sich selbst getötet haben. Der Vater der Verstorbenen fand seine 53-jährige Tochter und deren 27-jährigen Lebensgefährten tot im Haus des Paares in Aurachtal.

Berichterstattung bei Suizid:

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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