Autofahrer mit unvernünftigen Aktionen, Schwangere gerettet

Bei brütender Hitze auf A8: Lkw nach schwerem Unfall in Flammen

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Odelzhausen - Schlimme Szenen haben sich am Dienstagnachmittag auf der A8 zwischen München und Augsburg abgespielt. Unvernünftige Autofahrer setzten dem Ganzen schließlich noch die Krone auf.

Was war passiert? Wie die Feuerwehr Odelzhausen auf ihrer Facebook-Seite und unser Partnerportal merkur.de berichten, musste gegen 15 Uhr der Fahrer eines Post-Lkw sein Gefährt wegen defekter Bremsen auf dem Standstreifen zwischen den Anschlussstellen Odelzhausen und Adelzhausen abstellen. Durch eine Blockade der Bremsen ragte der Anhänger jedoch noch auf den rechten Fahrstreifen.

Das hatte Folgen: Ein nachfolgender Lastwagen konnte noch ausweichen, ein zweiter erkannte jedoch die Gefahr zu spät und raste nahezu ungebremst in den Post-Lastwagen. Der Aufprall war laut Feuerwehr so heftig, dass der Hänger umstürzte, der Tank aufriss und der Treibstoff sich entzündete. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand der Laster bereits in Vollbrand.

Die beiden Fahrer hatten Riesenglück im Unglück: Nur der Fahrer des auffahrenden Lastwagens wurde leicht verletzt. Wegen des Unfalls entstand jedoch ein Verkehrschaos. Es bildete sich ein langer Stau (bis zu 20 Kilometer) in beide Fahrtrichtungen, wobei die Autobahn in Richtung Augsburg bis in den späten Abend gesperrt blieb.

Unvernünftige Autofahrer

Das passte bei weit über 30 Grad einigen Autofahrern offenbar nicht. Sie versuchten laut merkur.de auf der Autobahn zu wenden und zur nächsten Ausfahrt zurückzufahren. Andere wiederum sollen versucht haben, auf dem Standstreifen voranzukommen

Bei einer schwangeren Frau setzten zudem ausgerechnet im Stau die Wehen ein, so dass ein Rettungshubschrauber auf der Gegenfahrbahn landen und die Frau ins Krankenhaus bringen musste. Zudem waren zwei andere Damen wegen der Hitze kollabiert und mussten ebenfalls ins Krankenhaus. Dies berichtet der Bayerische Rundfunk.

Wegen der Hitze waren die Retter mit einem Großaufgebot vor Ort.Das Rote Kreuz war mit fast 50 Fahrzeugen und über 100 Sanitätern im Einsatz, um die Autofahrer mit mehr als 1.700 Litern an Getränken zu versorgen. Zudem waren 16 Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, die Kreisbrandinspektion, Polizei, Autobahnmeisterei und verschiedene Abschleppdienste im Einsatz. Erst gegen 21.45 Uhr entspannte sich die Lage.

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