Drei Unterwössener starten bei Baltic-Sea-Rallye

Ohne Route, Navi und GPS einmal um die Ostsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Von links: Markus Auer, Thomas Mühlberger und Dominik Schönfelder aus Brem bei Unterwössen.
  • schließen

Unterwössen - Über Hamburg und die Lofoten hinauf zum Nordkap und über Russland und das Baltikum wieder zurück - und das mit einem Auto Baujahr 1996. Drei junge Unterwössener stehen kurz vor ihrem größten Abenteuer. 

Die Route ist schon abenteuerlich genug, aber die Drei wollten noch eins draufsetzen: Bei der Rallye "Baltic Sea Circle" gibt es nur vier klare Vorgaben - kein Navi, kein GPS, keine Autobahn und das Auto muss mindestens 20 Jahre alt sein. "Wir wissen überhaupt nicht, was uns erwartet", sagen Dominik Schönfelder, Thomas Mühlberger und Markus Auer übereinstimmend.

Am 16. Juni bricht das Trio aus Brem bei Unterwössen auf: In Hamburg ist einen Tag darauf der offizielle Start der Rallye. Am 2. Juli sollten sie wieder in der Hansestadt ankommen - eine festgelegte Route vom Veranstalter gibt es nicht und auch die drei Burschen, alle um die 20, haben im wahrsten Sinne noch keinen Plan: "Technische Hilfsmittel sind ja nicht erlaubt und wirklich detaillierte Karten mit allen Land- und Nebenstraßen haben wir noch nicht aufgetrieben."

"Dass der Karren verreckt, davor haben wir am meisten Angst"

Dabei ist das noch nicht mal die größte Sorge von Dominik, Thomas und Markus: Ihr Subaru Legacy (Baujahr 1996) hat schon 150.000 Kilometer abgespult - und bis zur Rückkehr sollten es fast 10.000 mehr sein. "Dass der Karren verreckt, davor haben wir am meisten Angst. Aber unter den insgesamt 200 Teams ist auch eines aus Übersee dabei, alles Mechaniker, die werden uns dann schon helfen", hofft Markus Auer.

Ein Subaru Legacy, Baujahr 1996, soll die drei heil um die Ostsee bringen. 

Auf der anderen Seite ist es die Freiheit, die lockt: Auf weiten Streckenabschnitten wird weit und breit nichts von Zivilisation zu sehen sein, gezeltelt wird, wo es gerade passt. Außerdem haben sich die drei Unterwössener vorgenommen, irgendwo am Nordkap ins Wasser zu hüpfen. Ob auch die Lederhosen mit auf die "Baltic Sea Circle" kommen, ist noch nicht fix, denn viel Platz ist im Subaru nicht und die Ersatz-Winterreifen sind für die Burschen unverzichtbar.

Wird es genug Tankstellen geben?

Zwei weitere Hürden sehen die Unterwössener unterwegs noch auf auf sich lauern: Gibt es genügend Tankstellen? Ihr Reservekanister fasst nur 30 Liter. Und werden die russischen Grenzer Probleme machen? Ein Visum haben die Drei in der Tasche, aber man weiß ja nie. Die Skepsis vor der Tour durch Russland war bei anderen Rallye-Teilnehmern so groß, dass der Veranstalter auch eine Alternativroute mit Fährverbindung von Finnland nach Estland organisiert hat. Dominik, Thomas und Markus wollen aber auf Russland nicht verzichten und freuen sich vor allem schon auf einen Abstecher durch St. Petersburg. 

Es geht aber nicht nur um Abenteuer und Gaudi: 750 Euro muss jedes Team im Vorfeld an Spenden sammeln, die dann an ausgesuchte Projekte fließen. "Wir hätten nichts gegen einen weiteren Sponsoren-Aufkleber, damit unser Auto nicht auseinanderfällt", lachen die Unterwössener - denn zurückkommen wollen die drei schon ganz gerne wieder. 

E-Mail-Kontakt zu Markus Auer

xe

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser