Viel Arbeit für die Polizei am Oktoberfest

Drohnenflug, rassistische Sprüche und sexuelle Übergriffe

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Das Münchner Oktoberfest.
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München - Besuchermäßig stand der Montag auf dem Oktoberfest eher unter einem ruhigeren Stern. Das hielt einige "Herrschaften" jedoch nicht von teilweise groben Staftaten ab. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun.

Verbotener Drohnenflug 

Am Montagabend, 23. September, gegen 20.15 Uhr, wurden Polizeibeamte im Umfeld des Festgeländes auf eine fliegende Drohne aufmerksam. Die Drohne konnte optisch verfolgt und der dazugehörige Drohnenpilot festgestellt werden. Dabei handelt es sich um einen 27-jährigen Touristen aus Hongkong. Die Drohne wurde als Beweismittel einbehalten und der Beschuldigte nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder entlassen. Er wurde wegen eines Vergehens nach dem Luftverkehrsgesetz angezeigt. 

Mehrere sexuelle Übergriffe

Im Bereich der Theresienwiese kam es am späten Montagabend und in der Nacht auf Dienstag auch zu mehreren fiesen sexuellen Übergriffen. Auch hier ermittelt die Polizei. 

Fall 1: Am Montag gegen 22.40 Uhr wurde ein 27-jähriger Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes auf dem Festgelände auf einen Mann aufmerksam, der eine Frau festhielt und möglicherweise sexuelle Handlungen gegen ihren Willen an ihr vollzog. Als der 27-Jährige auf die beiden zuging, flüchtete der Mann. Bei der Geschädigten handelt es sich um eine 28-jährige Touristin aus Korea. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Täter blieb ergebnislos. Ersten Erkenntnissen zufolge hatten sich die beiden erst kurz zuvor vor einem Zelt kennengelernt. 

Fall 2: Gegen Mitternacht beobachteten zivile Polizeibeamte einen Mann, wie er im Biergarten eines Zeltes sich onanierend einer 25-Jährigen aus der Oberpfalz näherte. Der Mann wurde anschließend durch die Beamten vor Ort festgenommen. Es handelte sich um einen 26-Jährigen aus dem Landkreis Eichstätt, welcher wegen sexueller Belästigung sowie exhibitionistischen Handlungen angezeigt wurde. 

Fall 3: Und gegen 0.10 Uhr konnten Zivilbeamte einen 32-jährigen Bulgaren beobachten, wie er sich einer offensichtlich betrunkenen 29-jährigen Münchnerin näherte, welcher auf einer Wiese saß. Während sich die Beamten näherten, griff der 32-Jährige der Frau an die Brust und unter den Rock. Die Beamten konnten sofort einschreiten und weitere Handlungen unterbinden. Da der 32-Jährige in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, wurde er dem Haftrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.

Schläge und rassistische Beleidigungen

Einen Nachtrag lieferte die Polizei noch zu einem Vorfall, der bereits am Samstag, 21. September, passierte. Gegen 20.15 Uhr war es auf dem Festgelände zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei 21-Jährigen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck sowie einem 18-jährigen Münchner gekommen. Hierbei wurde der 18-Jährige zunächst von einem der 21-Jährigen rassistisch beleidigt sowie durch eine Ohrfeige verletzt. Daraufhin schlug der 18-Jährige dem 21-jährigen Angreifer ins Gesicht. 

Als der zweite 21- Jährige dazwischen gehen wollte, schlug auch ihm der 18-Jährige ins Gesicht, so dass dieser zu Boden ging. Der Staatsschutz ermittelt. Die beiden 21-Jährigen wurden wegen Beleidigung und Körperverletzung angezeigt, der 18-Jährige wegen Körperverletzung.

Schlimmer Unfall und Heiratsantrag

Am Vortag hatte vor allem der schlimme Unfall eines Zweijährigen für Aufsehen gesorgt, der aus einem Fahrgeschäft gestürzt war und sich dabei beide Beine gebrochen hatte. Der TÜV versucht nun zu ermitteln, wie es zu dem Unglück kommen konnte. 

Außerdem sorgte eine süße Geschichte für Schlagzeilen: Ein Österreicher, der eigentlich medizinische Hilfe benötigte, verliebte sich auf den ersten Blick in eine Wiesn-Sanitäterin und machte ihr sofort einen Heiratsantrag. Den Antrag nahm die junge Frau zwar (noch) nicht an, aber immerhin scheint der verletzte Österreicher ein Date in Aussicht zu haben...

Polizei München/mw

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