Gefälschtes OP-Besteck auf Wiesn-Wache: Produkte beschlagnahmt

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München - Eine Woche nach dem Bekanntwerden eines Medizinprodukte-Skandals haben Staatsanwaltschaft und Polizei tausende Produkte beschlagnahmt. Auch die Wiesn-Wache auf dem Oktoberfest wurde mit den OP-Instrumenten beliefert.

Wie die “Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag berichtete, wurden bereits am Freitag weitere Lager- und Büroräume der Firma Batu Medical im baden-württembergischen Lörrach in Niedersachsen und Bayern durchsucht.

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Die Medizinproduktefirma Batu Medical AG mit Hauptsitz in Hannover steht im Verdacht, chirurgische Instrumente mit gefälschtem Prüfsiegel auf den Markt gebracht zu haben. Die verwendeten CE-Kennzeichen mit der Nummer 0482 sind bei der Zertifizierungsfirma Medcert nicht bekannt. Laut “SZ“ soll es auch Hinweise darauf geben, dass Batu Medical in der Schweiz Produkte angeboten hat, die “nicht verpackungskonform für Sterilprodukte verpackt“ waren. Zudem soll die gelbe Farbe der Instrumenten-Griffe 30 Prozent des Schwermetalls Bleichromat enthalten.

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In München hatte das Unternehmen Kliniken und auch die Wiesn-Wache des Oktoberfestes 2010 mit der unzertifizierten Einmalware beliefert. Das Gesundheitsreferat und das Bayerische Rote Kreuz erstatteten daraufhin Strafanzeige unter anderem wegen Betrugsverdachts. Die beschuldigte Firma gab bislang keine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab, obwohl sie von der Gewerbeaufsicht in Hannover dazu aufgefordert worden war.

dpa

Quelle: oktoberfest.bayern

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