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Besucher beklagen fehlende Stimmung in der „Bräurosl“

„Ballermann auf münchnerisch“ und „Kommerz vor Tradition“: Wiesn-Wirt sortiert Kapelle aus

Oktoberfest 2022 in München eröffnet
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Über fehlende Stimmung beschwerten sich zahlreiche Wiesn-Besucher der „Bräurosl“. Jetzt reagierte der Festwirt und sortierte die Kapelle aus. (Symbolbild)

Es ist ein regelrechtes Wiesn-Beben, das derzeit das Münchner Oktoberfest erschüttert. Der Wiesn-Wirt der „Bräurosl“ tauschte die Kapelle aus – offenbar weil sich die Besucher über fehlende Stimmung beklagten. Auf Social Media entbrannte daraufhin ein regelrechter Shitstorm.

München – Bereits im Vorfeld der Wiesn sorgte der Partykracher „Layla“ für hitzige Diskussionen im Netz, jetzt nimmt die Diskussion um die Stimmungsmusik in den Festzelten des Münchner Oktoberfests ganz neue Dimensionen an. Nachdem sich in den sozialen Medien die Beschwerden über die Kapelle Josef Menzl häuften, reagierte der Festwirt der „Bräurosl“ und tauschte kurzerhand die Band.

Der Vorwurf der offenbar feierwütigen Wiesn-Besucher: Kaum Stimmung, nicht genug Party-Musik und langweilige Blasmusik. Neu-Festwirt Peter Reichert führte laut der Bild-Zeitung anschließend Gespräche mit der betroffenen Kapelle sowie mit der Brauerei Paulaner – der Eigentümerin des Zelts, zu der auch Hacker-Pschorr gehört.

Kapelle Josef Menzl aus Abendprogramm verbannt

Das Ergebnis dieses Gesprächs: „Wir setzen abends eine neue Band ein: Erwin und die Heckflossen. Mittags darf Josef Menzl weiterspielen“, erklärte Paulaner gegenüber der Bild. Weiterhin erklärte die Brauerei, dass die neue Abendbesetzung – die künftig in der „Bräurosl“ auftreten wird – aus Freunden von Menzl bestehe, die Coversongs spielen würden.

Shitstorm auf Facebook

Sah sich also der Festwirt zuerst noch einem Shitstorm wegen fehlender Stimmung ausgesetzt, so rollt nun die nächste Welle der Entrüstung auf Social Media auf ihn zu. Diesmal allerdings von den Fans der traditionellen Blasmusik: „Wenn der Menzl auf der Wiesn nicht mehr spielen darf, dann zeigt das nur, welches kulturlose Gschwerl da den Ton angibt. Die Wiesn ist Ballermann auf münchnerisch“, kommentiert beispielsweise einer der Nutzer.

„Machts weida so! Solln die Grantler doch aufd Malleparty gehn und eara Faschingstracht im Schrank lassen“, spricht ein anderer User der Kapelle Mut zu. Ein weiterer Facebook-Nutzer zeigt sich hingegen enttäuscht von der Reaktion der Brauerei und schreibt: „Kommerz vor Tradition. So ist es doch schon immer. Schade, dass die Brauerei so schnell aufgibt.“ Ob und wie sich die geänderte Musik auf die Besucherzahlen im Festzelt auswirkt oder ob der Wirt eventuell doch nochmal einen Rückzieher macht, dürfte also spannend bleiben.

aic

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