Online-Petition gegen Spielsucht

Rosenheim - Noch bis zum 11. Januar 2011 können sich Interessierte an einer Online-Petition für einen besseren Schutz gegen Glücksspielsucht beteiligen.

Darauf weist die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) hin, die sich derzeit im Bundestag als zuständige Berichterstatterin der SPD mit dem Thema Glücksspielsucht befasst. Die Petition fordert unter anderem, dass Kommunen künftig die Ansiedlung von Spielhallen ablehnen können und die Bevölkerung stärker vor des Gefahren des Glücksspiels geschützt werden. Graf sieht hier ebenfalls Handlungsbedarf.

„Insbesondere Geldspielautomaten haben ein enormes Suchtpotenzial. Glücksspielsucht hat schon so manche Existenz ruiniert“, so Graf. Im Rahmen der aktuellen Beratung über die Zukunft des staatlichen Glücksspielmonopols fordert die SPD-Bundestagsabgeordnete daher eine Stärkung der Prävention und Bekämpfung von Glücksspielsucht. Eine unter anderem vom bayerischen Innenminister geforderte Zulassung privater Anbieter bei den Sportwetten oder im Internet lehnt die Politikerin ab. „Je größer der Glücksspielmarkt wird, desto größer wird die Suchtgefahr. Wir brauchen keine Ausweitung sondern – wenn überhaupt – einen kleinen, staatlich kontrollierten Markt.

Die Geldspielautomaten müssen dabei einbezogen werden“, so Graf. Dabei könne man sich an Nachbarländern wie Frankreich und der Schweiz orientieren. Eine Zulassung privater Anbieter bei den Sportwetten wäre nach Ansicht von Graf ein Dammbruch, der neben einer stärkeren Suchtgefahr auch ein Ende des staatlichen Lotteriemonopols zur Folge hätte.

Alle Infos zur Petition gibt es im Internet unter: http://bit.ly/hbtp8l

Pressemitteilung Büroleitung Angelika Graf

Rubriklistenbild: © dpa

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