Organmafia-Gerüchte: Was ist dran?

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Traunreut/Rosenheim - Über Facebook wurde das Gerücht verbreitet, dass in Traunreut beinahe ein junges Mädchen entführt wurde, um sie an illegale Organhändler zu verkaufen. Doch was ist dran?

Am Donnerstag erreichten unsere Redaktion gleich mehrere Nachrichten, dass ein junges Mädchen in Traunreut fast entführt worden wäre, um sie an die Organmafia zu verkaufen. Über einen Facebook-Post erfuhren unsere Leser von dem gruseligen Gerücht. Demnach sollen zwei Frauen das Mädchen in der Traunpassage auf eine Toilette gezerrt und ihr anschließend den Kopf rasiert haben, um sie an die Organmafia zu verkaufen. In Rosenheim soll es in der vergangenen Woche einen ähnlichen Fall gegeben haben, bei dem ein Kind aus dem Garten entführt wurde. Das Gerücht verbreitete sich in Windeseile über die sozialen Netzwerke. Und die Verunsicherung, besonders unter den Eltern, ist seitdem groß. Eine Leserin fragte uns sofort: "Ist da was wahres dran? Ich bin selbst Mutter und bin sehr besorgt."

Wir haben daraufhin das Polizeipräsidium Oberbayern Süd kontaktiert. Pressesprecher Jürgen Thalmeier konnte aber Entwarnung geben: "Wir haben gerade Lagebesprechung gehabt und ein solcher Fall liegt definitiv nicht vor." Auch von einem entführten Kind in Rosenheim sei ihm nichts bekannt. In Traunreut erhielten wir die gleiche Antwort: "Uns liegt kein Fall in dieser Richtung vor", so Polizeihauptkommissar Johann Bohnert.

Mittlerweile soll der Facebook-Post auch schon wieder gelöscht worden sein.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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