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Bahnverkehr im Norden wohl bis Anfang der Woche eingeschränkt

12.000 Einsätze wegen „Zeynep“ bis Samstagmittag allein in NRW - Sturmtief „Antonia“ folgt am Sonntag

Unfälle und tausende Feuerwehreinsätze waren die Folgen von Sturmtief Zeynep.
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Unfälle und tausende Feuerwehreinsätze waren die Folgen von Sturmtief Zeynep.

Hamburg/Berlin/Landkreis – Mindestens neun Menschen sind am Freitag (18. Februar) und in der Nacht auf Samstag (19. Februar) in Deutschland und anderen Ländern durch das Orkantief „Zeynep“ ums Leben gekommen. Bayern wurde von Ausläufern teilweise getroffen, die OVB24-Region blieb hingegen weitestgehend verschont.

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Update, 20.30 Uhr - Ausblick nach „Zeynep“ schwierig: allein in NRW 12.000 Einsätze bis Samstagmittag

Nach dem Durchzug des Orkantiefs „Zeynep“ sind die ersten Schäden beseitigt - doch noch gibt es Folgen etwa im Reiseverkehr. Und die Sturmtage sind noch immer nicht ganz ausgestanden. Wegen der Unwetterschäden bleibe der Bahnverkehr im Norden Deutschlands und in Nordrhein-Westfalen bis mindestens Montagnachmittag stark beeinträchtigt, teilte die Deutsche Bahn (DB) am Samstagabend mit. Es komme zu Verspätungen und Zugausfällen, Reisen von und nach Hamburg und Bremen sollten vermieden werden.

„Die Prognose für den Sonntag und auch den Montag bleibt schwierig“, sagte DB-Sprecher Achim Stauß. Auf über 1000 Streckenkilometer gebe es Schäden an der Bahninfrastruktur. Räumtrupps seien rund um die Uhr im Einsatz, um umgestürzte Bäume von den Strecken zu räumen und Oberleitungen zu reparieren.

Neben Problemen im Reiseverkehr brachte „Zeynep“ zum Start ins Wochenende eine Sturmflut im Norden und Unfälle, bei denen mindestens drei Menschen starben. Die Feuerwehren zählten Tausende Einsätze, meist wegen umgestürzter Bäume, umherfliegender Gegenstände oder beschädigter Gebäude - allein in Nordrhein-Westfalen rückten sie bis Samstagmittag zu über 12.000 Einsätzen aus.

Am Sonntag gibt es tagsüber laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im Flachland zunächst eher starke bis stürmische Böen. Teilweise soll es länger regnen. „Richtig turbulent und mitunter auch gefährlich könnte es dann in der Nacht zum Montag werden“, sagte Adrian Leyser von der Wettervorhersagezentrale des DWD über Sturmtief „Antonia“: Schwere Sturmböen oder sogar orkanartige Böen sind nicht ausgeschlossen.

Update, 16.20 Uhr - Schätzung: „Zeynep“ kostet Versicherer über 900 Millionen Euro an Schäden

Der Wintersturm „Zeynep“ hat nach einer ersten Schätzung versicherte Schäden von über 900 Millionen Euro verursacht. Der Sturm sei der intensivste seit „Kyrill“ im Jahr 2007 gewesen, teilte die auf Versicherungsmathematik spezialisierte Unternehmensberatung Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) am Samstag in Köln mit. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde demnach mit 162 Stundenkilometern am Leuchtturm „Alte Weser“ in der Deutschen Bucht erreicht.

„Für Deutschland gehen wir von versicherten Schäden von über 900 Millionen Euro aus“, sagte MSK-Geschäftsführer Onnen Siems. Die versicherten Schäden des vorangegangenen Sturms „Ylenia“ hatte das Unternehmen bereits auf 500 Millionen Euro geschätzt.

Versicherte Schäden sind ausschließlich die Schäden, die am Ende auch von einem Versicherer übernommen werden. Die Gesamtschäden sind bei Stürmen und anderen Naturkatastrophen in aller Regel höher, zum Teil ganz erheblich.

Im Unterschied zu „Kyrill“ traf „Zeynep“ die Südhälfte Deutschlands kaum. Südlich einer Linie von Saarbrücken bis Nürnberg seien die Auswirkungen gering, wie es in der Mitteilung der Unternehmensberatung weiter hieß. „Kyrill“ hatte noch sehr viel höhere versicherte Schäden verursacht, in heutigen Werten waren es nach Angaben von MSK über drei Milliarden Euro. 

Die Schätzungen von Meyerthole Siems Kohlruss beruhen nicht auf Schadenmeldungen von Versicherungskunden, sondern auf den Berechnungen eines „Storm Chaser“ genannten Prognosemodells. MSK betreibt zahlreiche Datenpools, mit denen die Unternehmensberatung bestehende Schadendaten auswertet und Prognosen erstellt. Grundlage sind die Statistiken der teilnehmenden Versicherungen.

Update, 15.37 Uhr - Vorerst noch keine Ruhe: Nach „Zeynep“ folgt „Antonia“

Orkantief „Zeynep“ hat zum Start ins Wochenende für eine Sturmflut, Unfälle und Einschränkungen im Bahnverkehr gesorgt. Mindestens drei Menschen starben wegen des Sturms. Die Feuerwehren zählten Tausende Einsätze, meist zu umgestürzten Bäumen, umherfliegenden Gegenständen und beschädigten Gebäuden - in NRW rückten sie bis Samstagmittag zu über 12.000 Einsätzen aus, die Berliner Feuerwehr zählte 1300 wetterbedingte Notfälle, die Hamburger Feuerwehr berichtete am Morgen von gut 650 Einsätzen.

Am Samstag schwächte der Wind etwas ab, vor allem im Norden gab es aber auch noch Sturmböen. Am Sonntag gibt es tagsüber laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im Flachland zunächst eher starke bis stürmische Böen. Teilweise soll es länger regnen. „Richtig turbulent und mitunter auch gefährlich könnte es dann in der Nacht zum Montag werden“, sagte Adrian Leyser von der Wettervorhersagezentrale des DWD über Sturmtief „Antonia“: Schwere Sturmböen oder sogar orkanartige Böen sind nicht ausgeschlossen. „Die ohnehin durch die vorangegangenen Stürme in Mitleidenschaft gezogenen und in teilweise stark aufgeweichten Böden stehenden Bäume können dabei leicht umstürzen“, sagte Leyser. Erst ab Dienstag beruhigt sich das Wetter.

Wann die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn im Norden und Osten wieder regulär fahren, war am Samstag zunächst unklar. „Es verkehren keine Fernverkehrszüge nördlich von Düsseldorf, Hannover und Berlin bis mindestens 18 Uhr“, teilte die Bahn am Samstag mit. Auch die ICE-Züge auf den Strecken Köln - Hannover - Berlin sowie Kassel-Wilhelmshöhe und Berlin fallen bis dahin aus. Die Bahn tue alles dafür, den Zugverkehr so schnell wie möglich Schritt für Schritt wieder aufzunehmen. Wegen des Sturms war der Zugverkehr am Freitag teilweise eingestellt worden.

Update, 15.15 Uhr - Weiter massive Beeinträchtigungen nach „Zeynep“ im Bahnverkehr in NRW

Nach dem Orkan „Zeynep“ kommt der Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen nur schleppend wieder in Gang. Es gebe „weiterhin massive Beeinträchtigungen“, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Fernverkehrszüge könnten in weiten Teilen von NRW noch nicht fahren. Eine Bahnsprecherin in Düsseldorf sagte, auch im Regionalverkehr komme es nach wie vor zu größeren Einschränkungen, aber im Laufe des Tages hätten viele Linien ihren Betrieb wieder aufnehmen können.

Auf der Strecke Köln - Düsseldorf - Dortmund könnten erste Züge wieder über Duisburg und Essen fahren. Allerdings müssten diese zwischen Düsseldorf und Duisburg über die Wedau-Strecke geführt werden, was zu Ausfällen und Verspätungen führe.

Update, 14.25 Uhr - Wegen Sturm: Baum stürzt auf Klinik-Gebäude in Niedersachsen

Durch das Sturmtief „Zeynep“ ist in der Nacht zum Samstag ein Baum auf ein Klinik-Gebäude in Bad Zwischenahn in Niedersachsen gestürzt. Eine rund neun Meter hohe Fichte sei umgekippt und auf das Gebäude im Landkreis Ammerland gefallen, teilte die Feuerwehr am Samstag mit. 17 dort untergebrachte Patienten wurden von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde den Angaben zu Folge niemand.

Update, 13.30 Uhr - Tausende Feuerwehreinsätze in Norddeutschland

Feuerwehren und Polizei meldeten bis Samstagmittag vor allem in Norddeutschland tausende Einsätze. In der Regel blieb es aber meist bei Berichten von umgestürzten Bäumen, umherfliegenden Gegenständen und beschädigten Gebäuden. In Bremen stürzte ein 55 Meter großer Baukran in ein im Rohbau befindliches Bürogebäude. „Es sieht verheerend aus“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch ein gerade vorbeifahrender Laster sei in der Nacht auf den Samstag von dem Kran erwischt worden. Der Fahrer sei aber unverletzt geblieben.

In Hamburg stürzten bei einem viergeschossigen Wohnhaus im Stadtteil Eilbek am Freitagabend Teile der Fassade ein. Insgesamt seien im Giebelbereich rund 25 Quadratmeter Mauerwerk abgefallen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Zudem wurde bei einer schweren Sturmflut erneut der Fischmarkt auf St. Pauli überflutet - zum dritten Mal binnen nur weniger Wochen. In den Häfen in Emden und Wilhelmshaven mussten mehrere Schlepper die größeren Schiffe sichern. Dabei drückten sie die windanfälligen Schiffe gegen die Pier, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.

Auch im Bahnverkehr gibt es im Norden und Osten Deutschlands weiter massive Einschränkungen. „Es verkehren keine Fernverkehrszüge nördlich von Dortmund, Hannover und Berlin bis mindestens 18 Uhr“, teilte die Bahn am Samstag mit. In Nordrhein-Westfalen gibt es keinen Fernverkehr bis mindestens 13 Uhr, ausgenommen einzelne Züge auf der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt.

Update, 12.45 Uhr - Tausende Liter Diesel auf A7 ausgelaufen

Nach einem Unfall aufgrund des Sturmtiefs sind am Freitagabend 400 Liter Diesel-Kraftstoff auf der A7 ausgelaufen. Nach Angaben der Polizei hatte sich bei Hildesheim durch den Sturm das Fundament einer Verkehrstafel gelöst, so dass diese umknickte und auf die Fahrbahn fiel. Ein Sattelzugfahrer habe nicht mehr ausweichen können und sei über die Hindernisse gefahren. Dabei riss der Tank auf und Hunderte Liter Kraftstoff ergossen sich über die Fahrbahn. Durch den starken Wind habe sich die Flüssigkeit immer weiter verteilt, berichtete die Polizei. Die Feuerwehr rückte an und pumpte noch einmal mehrere Hundert Liter Diesel aus dem Sattelzug ab, um ein weiteres Auslaufen zu verhindern. Die Autobahn musste in beiden Fahrtrichtungen für mehrere Stunden gesperrt werden.

Update, 12 Uhr - Auto kracht bei Tüßling in umgestürzten Baum

Am Freitagabend (18. Februar) „krachte“ es sturmbedingt auch in der Region: Gegen 22.20 Uhr war aufgrund des starken Windes ein Baum auf die Kreisstraße AÖ6 bei Stockham (Gemeinde Tüßling, Landkreis Altötting) gestürzt. Eine 56-jährige Frau aus Unterneukirchen, die mit ihrem Auto zu diesem Zeitpunkt auf der Kreisstraße unterwegs war, übersah den Baum und krachte hinein. Das Auto wurde von der Straße geschleudert und kam im Graben daneben zum Stehen. Die Frau wurde leicht verletzt und kam in ein Krankenhaus, wie die Polizei Altötting nun mitteilte. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Die Feuerwehr beseitigte den Baum anschließend.

Update, 10.50 Uhr - 115 km/h Windgeschwindigkeit auch in Region gemessen

Wie die Experten von www.der-himmel-im-suedosten.de mitteilten, wurde in der Nacht am Standort Leuchtturm „Alte Weser“ an der Nordsee eine Windgeschwindigkeit von 163 km/h gemessen. In Naumburg-Napoleonstein war es 161km/h, an der Bergstation des Brocken im Harz 146 km/h.

Zum Vergleich einige Werte aus der Region aus der vergangenen Nacht: An der Bergstation des Taubensteins (Landkreis Miesbach, 1615 Meter) wurden 115 km/h gemessen, auf dem Wendelstein 98 km/h. Die Werte aus dem „Flachland“: Mühldorf 93 km/h, Frasdorf-Greimelberg 81 km/h sowie Chieming und Waging je 78 km/h.

Update, 10.05 Uhr - Strand von Nordsee-Insel fast komplett weggerissen

Die Nordseeinsel Wangerooge hat im Sturm etwa 90 Prozent ihres Badestrandes eingebüßt. „Auf einer Länge von einem Kilometer gibt es kaum noch Sand“, sagte Wangerooges Inselbürgermeister Marcel Fangohr. Die Schutzdünen vor dem Trinkwasserschutzgebiet hätten kein Deckwerk mehr, dies müsse wie der Strand neu aufgeschüttet werden. Der Wasserstand habe etwa zwei Meter über dem normalen Stand gelegen, das sei weit von den Höchstständen entfernt, erklärte Fangohr. 2013 habe der Wasserstand bei 9,17 Metern gelegen, in der Nacht zum Samstag seien es 8,50 Meter gewesen.

Glück im Unglück sei es gewesen, dass der starke Wind eher aus westlicher Richtung kam - nicht aus nordwestlicher. Neben dem weggespülten Strand seien Mülleimer umgekippt, eine Satellitenschüssel sei von einem Dach geflogen und Zäune umgefallen. „Wir haben Glück gehabt“, sagte er. Mindestens sechs Wochen werde es dauern, den Strand wieder aufzuschütten, hieß es.

Update, 8.40 Uhr - Auch in Bayern zahlreiche Einsätze

„Zeynep“ hat in der Nacht auch im Norden Bayerns für zahlreiche Einsätze der Rettungskräfte gesorgt. Ausgerückt seien die Einsatzkräfte meist wegen umgestürzten Bäumen, umgefallenen Verkehrsschildern und herumfliegenden Gegenständen, teilte die Polizei am Samstagmorgen mit.

In der Oberpfalz kam es zu 14 Unfällen, bei denen Autofahrer nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnten und in umgestürzte Bäume und in größere Äste fuhren. Ein Mensch wurde dabei leicht verletzt. Insgesamt registrierte die Polizei in der Oberpfalz in der Nacht 83 Verkehrsstörungen, die auf den Sturm zurückzuführen sind. Im oberfränkischen Kulmbach stürzte ein Baum auf eine Produktionshalle. Der Schaden an dem Gebäude belaufe sich nach ersten Schätzungen auf rund 100.000 Euro, hieß es.

Zwischen 18 und 22 Uhr am Freitag verzeichnete die Polizei in Oberfranken 156 witterungsbedingte Einsätze. Auch hier handelte es sich größtenteils um herumfliegenden Gegenstände und Bäume und Äste auf der Straße, die zu kleineren Schäden führten. Die Zahl der Feuerwehreinsätze liege noch deutlich höher, da die Polizei nicht bei allen Baumfällarbeiten alarmiert werde, hieß es. In Nürnberg sicherte die Feuerwehr den Bereich um die Lorenzkirche ab. Dort hatten sich Dachziegel vom Kirchenhauptschiff gelöst und knallten auf den Vorplatz. Auch in Mittelfranken war die Feuerwehr wegen zahlreichen umgestürzten Bäume und abgebrochenen Ästen im Einsatz.

Update, 8.05 Uhr - Kaum sturmbedingte Einsätze in Region

Während es während Sturm „Ylenia“ in der Region teilweise ganz schön rund ging, hat Orkan „Zeynep“ größtenteils einen Bogen um Ober- und Niederbayern gemacht. Die Polizeipräsidien Oberbayern Süd und Niederbayern meldeten eine unproblematische Nacht und sprachen nur von wenigen sturmbedingten Einsätzen.

Allerdings gilt in höher gelegenen (Alpen-)Gebieten bis 10 Uhr noch eine Sturmwarnung: Oberhalb von 1500 Metern können schwere schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h (22m/s, 44kn, Bft 9) und 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auftreten. In exponierten Lagen muss sogar mit orkanartigen Böen bis 110 km/h (31m/s, 60kn, Bft 11) gerechnet werden.

Die Erstmeldung:

In der niedersächsischen Gemeinde Wurster Nordseeküste (Landkreis Cuxhaven) ist ein Mann während des Sturms von einem Dach gestürzt und gestorben. Der 68-Jährige habe in der Nacht auf Samstag versucht, das beschädigte Dach eines Stalls zu reparieren, teilte die Polizei mit. Dabei sei er durch das Dach gebrochen und rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt.

Ein Autofahrer starb nach Angaben der Polizei am Freitagabend bei Altenberge in Nordrhein-Westfalen, als er mit dem Auto gegen einen quer auf der Fahrbahn liegenden Baum prallte. Der eingeklemmte 56-Jährige sei noch am Unfallort gestorben. Etwa zur selben Zeit war ein Mann mit seinem Wagen im nahen Saerbeck unterwegs, als sich das Fahrzeug nach Polizeiangaben überschlug. Der 33-Jährige starb demnach ebenfalls noch am Unfallort. Die Ursache dieses Unfalls war zunächst unklar, vermutlich sei das Auto von einer Windböe erfasst worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Abend.

In dem vorherigen Orkantief „Ylenia“ waren mindestens drei Autofahrer in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bei wetterbedingten Unfällen gestorben: Zwei wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen, ein dritter starb, als sein Anhänger im Sturm auf die Gegenfahrbahn geriet und es dabei zu einem Unfall kam.

In den Niederlanden kamen drei Menschen durch umstürzende Bäume ums Leben, darunter war auch ein Radfahrer. Großbritannien meldete ebenfalls drei Todesopfer. In London wurde erstmals die höchste Warnstufe „Rot“ ausgerufen. In Irland starb ein Mann infolge des Orkantiefs. In Frankreich wurden mindestens elf Menschen verletzt. Im Norden des Landes waren am Abend rund 130.000 Haushalte ohne Strom.

mw/mda/dpa