Hintergründe zum Familiendrama in Ottobrunn

Sohn (42) tötet Vater (76) - Thomas A. hatte psychische Probleme

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Ottobrunn - Nach dem schrecklichen Familiendrama, bei dem der 76-jährige Helgo A. brutal von seinem eigenen Sohn erschlagen wurde, wurden neue Details über die Hintergründe zur Tat bekannt.

Ein befreundetes Ehepaar beschreibt das Opfer als einen sportlich aktiven, netten Mann. Sein Sohn Thomas A. habe psychische Probleme gehabt, lebte bis vor zwei Jahren in einer Dachgeschosswohnung im Elternhaus - arbeitslos und depressiv, wie unser Partnerportal tz.de berichtet.

Thomas A., der noch einen Bruder hat, welcher als Staatsanwalt praktiziert, sei das Sorgenkind der Familie gewesen. Bei der Polizei war der 42-Jährige bereits bekannt, gegen ihn wurde wegen Körperverletzung ermittelt. Auch seine Couch habe er schon mehrfach in Brand gesteckt - ob absichtlich oder durch ein Versehen ist nicht eindeutig.

Mit einer solchen Gewalttat hat niemand gerechnet

Zu seinem Elternhaus habe er einen Schlüssel gehabt, habe auch hin und wieder dort geschlafen. Sein Vater habe in München Volkswirtschaft studiert und bis zu seiner Pensionierung als stellvertretender Hauptgeschäftsführer bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) gearbeitet. Obwohl es mit Thomas immer wieder Probleme gegeben habe, habe - laut tz.de - niemand im Bekanntenkreis der Familie mit einer solchen Gewalttat gerechnet.

Anwohner hätten am Mittwoch, gegen 20 Uhr, komische Geräusche aus der Wohnung des Rentnerehepaares vernommen, "als ob jemand vom Stuhl gefallen wäre". Heidi A., die Ehefrau des Opfers, kam kurz darauf nach Hause, fand ihren Mann mit einer schweren Kopfverletzung im Keller vor und alarmierte die Polizei. Als sie danach auf ihren - ebenfalls in der Wohnung befindlichen - Sohn traf, attackierte dieser sie, brach ihr den Arm.

Für Helgo A. kam jede Hilfe zu spät, sein Sohn habe ihn durch "massive stumpfe Gewalt gegen den Kopf" erschlagen. Was sich am Tattag zwischen Vater und Sohn abgespielt hat, ist weiterhin nicht geklärt. Thomas A. habe sich, nach tz-Informationen, bisher nicht zur Tat geäußert und sei derzeit in einer Psychiatrie untergebracht.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Patrick Seege

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