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Nach Corona-Zwangspause viel Arbeit für Einsatzkräfte

Panik, Ohnmacht, Schlägereien: Ansturm auf Clubs und Diskos sorgt für zahlreiche Einsätze

Polizei Diskothek Club Corona
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Polizeieinsatz in Clubs und Diskos (Symbolbild).

Berlin/Salzburg/Landkreis – Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause und dem Verbot vieler „Vergnügungen“ drängte es viele Menschen am Wochenende (4./5. März) in Clubs und Diskotheken. Zum Teil hatten Polizei und Rettungskräfte alle Hände voll zu tun – auch in der Region.

Am Freitag (4. März) waren die Corona-Regeln in Bayern entsprechend gelockert worden. rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet. Mit dem damit einhergehenden Ende des corona-bedingten Tanzverbotes stürmten am Freitag- und Samstagabend – trotz strenger 2G-Plus-Auflagen (Plus-Artikel) – viele Menschen in Clubs, Bars und Diskotheken.

In Berlin löste am Freitagabend ein großes Gedränge vor einem Club einen Polizeieinsatz aus. Mehrere Menschen hätten Panikattacken erlitten, ein Mann sei in Ohnmacht gefallen, eine Frau sei ins Krankenhaus gekommen, hatte die Polizei dazu mitgeteilt. Nach Angaben der Beamten hatten sich etwa 1500 bis 2000 feierwütige Menschen vor dem betroffenen Club gedrängt. Die Polizei rückte nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) mit über 70 Einsatzkräften an und räumte den Hof vor dem Club. In Leipzig eskalierte die erste Partynacht nach der Zwangspause ebenso: Vor einem bekannten Techno-Club drängten sich 1000 Gäste. Es wurde geschubst und gedrückt – es bestand die Gefahr einer Massenpanik. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an – und musste die halbe Nacht für Ordnung sorgen. Ein Randalierer wurde festgenommen.

Auch in Österreich führte das Ende fast aller Corona-Beschränkungen am Freitagabend (4. März) zu tumultartigen Szenen vor einem Tanzlokal in Oberndorf bei Salzburg. In dem hochgefährlichen Gedränge, an dem nach Angaben der Landespolizeidirektion Salzburg mehrere hundert Personen beteiligt waren, wurden mehrere Menschen bewusstlos und mussten vom Rettungsdienst versorgt werden. Die Polizei rückte mit zahlreichen Streifen an, um die Lage vor Ort zu beruhigen. Der Lokalbetreiber öffnete den Club, der gleich hinter der Grenze zur Region liegt, dann sogar vor der eigentlichen Öffnungszeit, um die Situation weiter zu entspannen. rosenheim24.de hatte darüber bereits ausführlich berichtet. Am Ende durfte jedoch nur etwa die Hälfte der Meute in die Disko – dann wurde diese wegen Überfüllung geschlossen.

Flaschen-Angriff in Wasserburg, Bierkrug-Attacke in Tirol

In Wasserburg (Landkreis Rosenheim) musste die Polizei in den Nächten auf Samstag (5. März) und Sonntag (6. März) mehrmals zu einer bekannten Diskothek ausrücken, nachdem von dort mehrere Schlägereien und Körperverletzungsdelikte gemeldet worden waren. „Trauriger Höhepunkt“ war die gewalttätige Attacke eines 27-Jährigen auf einen 21-Jährigen. Der Ältere soll den Jüngeren mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen, so dass der 21-Jährige anschließend in eine Klinik eingeliefert werden musste. Die Polizei ermittelt. wasserburg24.de hatte bereits darüber berichtet.

In Österreich ging es derweil weiter rund: Am späten Samstagabend (5. März) hatte in einem Lokal in Ehrwald (Bezirk Reutte) in Tirol ein Österreicher (20) einem 32-jährigen Deutschen aus noch ungeklärter Ursache einen Bierkrug mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen. Der Krug zerbarst, wodurch der Deutsche „tiefe Schnittwunden im Gesicht erlitten“ hätte, wie die Landespolizeidirektion Tirol mitteilte. Der Österreicher verletzte sich bei der Attacke an der Hand. Er erhielt entsprechende Anzeigen. In der Nacht auf Sonntag (6. März) „knallte“ es in Tirol dann nochmal: In Kirchberg (Bezirk Kitzbühel) verletzte ein bis dato unbekannter Täter gegen 4.30 Uhr bei einer Schlägerei drei Personen. Zwei der Opfer, ein Österreicher (29) und ein Deutscher (25), mussten anschließend sogar vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden. Der Täter konnte unerkannt flüchten.

Party bei Prutting läuft aus dem Ruder

In Hamburg haben ebenfalls viele Menschen nach fast zwei Jahren Corona-Zwangspause in den Clubs und Diskotheken gefeiert und die Tanzflächen gestürmt. „Die Sehnsucht nach Zerstreuung war auf jeden Fall spürbar“, sagte der Geschäftsführer des Hamburger Clubkombinats, Thore Debor, gegenüber dem Fernsehsender n-tv. Vor vielen Clubs hätten sich lange Schlangen gebildet. „Gerade an der Sternbrücke war es sehr voll“, so Debor. Gefährliche Zwischenfälle wurden aus der Hansestadt jedoch nicht gemeldet.

Auch in der Nähe von Prutting (Landkreis Rosenheim) war es am Freitagabend gehörig „rund“ gegangen. Dies hatte zwar nichts mit einem Disko- bzw. Club-Betrieb zu tun, allerdings lief dort die Geburtstagsparty eines 18-Jährigen völlig aus dem Ruder. rosenheim24.de hatte darüber ebenfalls berichtet. Nachdem eine entsprechende Einladung in sozialen Netzwerken viral gegangen war, erschienen 700 Gäste in dem Stadl bei Haidbichl. Die Party war laut Polizei ziemlich professionell organisiert, allerdings hatte sich der „Veranstalter“ um den Corona-Infektionsschutz kaum Gedanken gemacht. Da es zudem auch viel zu laut war, wurde die Party am späten Abend für beendet erklärt.

mw

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