Papst weiht Titelkirche von Kardinal Marx

München/Rom - Papst Benedikt hat am Sonntag in Rom die neu erbaute Titelkirche von Kardinal Marx, geweiht. Die Einweihung wurde zur kleinen bayerischen Wiedersehensfeier.

An der Zeremonie im Stadtteil Infernetto (“kleine Hölle“) nahm auch Kardinal Friedrich Wetter teil. Damit geriet die Einweihung der Titelkirche des Erzbischof von München und Freising zu einer kleinen bayerischen Wiedersehensfeier: Der heutige Papst war von 1977 bis 1981 Erzbischof von München und Freising, seine Nachfolge hatte Wetter angetreten.

In seiner Predigt rief Benedikt vor mehr als 300 Besuchern die neue Pfarrgemeinde San Corbiniano auf, sich vor allem um Familien in schwierigen Verhältnissen zu kümmern. Er erinnerte daran, dass Korbinian jene Diözese Freising gegründet hatte, deren Erzbischof auch er gewesen war. Für sein päpstliches Wappen habe er den Korbiniansbären gewählt, um damit einen engen Zusammenhang mit der Geschichte dieses Heiligen herzustellen.

Marx war im November 2010 im Vatikan zum Kardinal ernannt worden. In dieser Funktion erhalten Kardinäle traditionell eine Titelkirche in Rom. Sie haben dort zwar keine Leitungsfunktion inne, sind aber Schirmherren über das Gotteshaus. Marx' Titelkirche ist ein Neubau.

Die Erzdiözese München-Freising unterstützte den Bau in dem Stadtteil finanziell. Infernetto ist ein schnell wachsender Vorort der italienischen Hauptstadt. Zahlreiche junge Familien mit Kindern leben dort. Die Gemeinde San Corbiniano mit etwa 7000 Gläubigen hatte bislang noch kein eigenes Gotteshaus. Kardinal Marx wird seine Titelkirche offiziell am 5. Juni in Besitz nehmen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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