Täter glaubte an Komplott

Patin gewürgt und mit Messer verletzt

München - Mit Würgen und Messerschnitten in den Hals hat ein junger Mann seine Patin von einem vermeintlichen Komplott mit seinen Dealern abhalten wollen. Er steht vor Gericht:

Die beiden Drogenhändler hätten „angedeutet, wenn es Probleme gäbe, hätte das Folgen für mir nahestehende Menschen“. Er habe Angst um eine befreundete Kollegin und seine Mutter gehabt, verteidigte sich der 29-Jährige am Montag vor dem Münchner Schwurgericht. Die Anklage wirft ihm versuchten Mord in einem Anfall von Verfolgungswahn vor. Das Gericht prüft, ob er in der psychiatrischen Anstalt bleiben muss. Nach dem bisherigen Gutachten eines Sachverständigen leidet er an einer Psychose durch Rauschgiftmissbrauch.

Der Lagerist hat nach seinen Angaben als 14-Jähriger mit dem Marihuana-Konsum begonnen und mit 18 zu chemischen Drogen gegriffen. Beim Kiffen lernte er die Dealer kennen, die er einer Verschwörung mit seiner Patin verdächtigte - einer Freundin seiner Mutter, bei der er wohnte. Er habe mit einer schweren Verletzung, aber nicht mit ihrem Tod gerechnet, versicherte der Mann. Nach dem Angriff habe er mit ihr eine Zigarette geraucht. Der Prozess dauert an.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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