Zwei Brüder (20/13) sterben bei Peißenberg

Retter über Todes-Crash auf B472: "Habe ich so noch nie gesehen"

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Peißenberg - Bei einem schrecklichen Unfall auf der B472 starben am Dienstagabend zwei Brüder (20/13). Jetzt haben sich Einsatzkräfte zu dem schwierigen und belastenden Einsatz geäußert.

"Das habe ich so auch noch nie gesehen", schilderte Peißenbergs Feuerwehrkommandant Philipp Reichhart seine Eindrücke gegenüber unserem Partnerportal merkur.de. Als Reichhart mit seinen Kameraden am Unfallort eintraf und den völlig deformierten Wagen, in dem die beiden Brüder saßen, sah, rechnete er bereits mit dem Schlimmsten. Diese Vermutung wurde wenig später vom Notarzt bestätigt, der Reichhart mitteilte, dass er für den 13- und 20-Jährigen nichts mehr tun könne.

Der Unfallort, die sogenannte Hohenwarter Kurve, gilt ohnehin als gefährlich. "Die lang gezogene Kurve ist einfach heimtückisch, vor allem, wenn die Fahrbahn nass ist", so Reichhart, der zusammen mit seinen Kollegen öfters zu Unfällen in diesem Bereich ausrücken muss. Reichhart will das Erlebte nun in Ruhe aufarbeiten: "Wenn jemand in so jungen Jahren ums Leben kommt, dann ist das schon belastender als sonst."

Tödlicher Unfall auf B472 bei Peißenberg am Dienstag

Bei dem Unfall am Dienstagabend, 6. August, gegen 21.30 Uhr war der Toyota der beiden Brüder auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit zwei anderen Fahrzeugen kollidiert. Für den 13- und 20-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Zudem wurde ein weiterer Beteiligter schwer, ein anderer leicht verletzt. Die B472 war im Bereich der Unfallstelle bis am Mittwochmorgen gesperrt. Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter eingeschaltet, der nun klären soll, wie es zu dem tödlichen Crash kommen konnte.

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