Pony-Vergewaltiger noch nicht gefasst

Haselbach - Der Perverse, der vergangene Woche die Shetland-Pony-Stute "Viva Bavaria" "vergewaltigt" hatte, ist noch nicht gefasst.

"Es sieht schlecht aus", sagt Sabine Hausperger, der das Pony gehört. Der Polizei seien in dem Fall die Hände gebunden, weil sie dem Täter nicht wirklich etwas nachweisen könnten. Sodomie ist kein Straftatbestand. Weiter wurde die Pony-Stute, die auch "Mucki" heißt, nicht verletzt. Das bedeutet, es liegt auch keine Sachbeschädigung vor. "Ich merke aber, dass sie anders ist", meint Sabine Hausperger, "sie hat psychische Schäden davongetragen, genau wie ich." Damit müsse sie selbst klar kommen, sei ihr von der Polizei mitgeteilt worden. Sie habe Angst bei dem Gedanken, dass der Perverse immer noch frei herumlaufe und sich der Zwischenfall wiederholen könnte.

"Ich weiß von drei anderen Pferdebesitzern aus der Gegend, bei denen auch schon mal so etwas vorgekommen ist", erzählt Hausperger. Strafgesetzlich werden Tiere als Sachen gesehen. Dass ihr Pony für Sabine Hausperger mehr ist, bleibt da außen vor. Die Pferdeliebhaberin ist traurig und aufgebracht über den Perversling, der sich auf dem Hof herumgetrieben hatte. Gerechtigkeit gibt es für sie in diesem Fall nicht. "Der Täter lacht sich wahrscheinlich ins Fäustchen, weil man ihm nichts anhaben kann", ärgert sie sich.

Für die Nachbarn, die in der besagten Nacht mutig die Verfolgungsjagd nach dem Täter aufgenommen hatten, will Hausperger als Dankeschön eine kleine Feier veranstalten. "Ich bin froh, dass sie da waren und den Perversen wenigstens vertreiben konnten."

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © re

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