Johannishögl: "Wir bauen alles wieder auf"

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Piding - Ludwig Rieger steht vor seinem vom Feuer stark beschädigten Gasthof Johannishögl - doch er gibt nicht auf: "Wir bauen alles wieder auf, es soll alles so werden wie zuvor".

Am 30. September hat ein Großbrand den Dachstuhl des Gasthaus-Anbaus zerstört. Der ehemalige Heuboden war 1982/83, also exakt vor 30 Jahren, von der Wirtsfamilie Rieger ausgebaut worden. Gaststube und zehn Gästezimmer befanden sich im neugestalteten Gebäude. Nun ist das Haus nahezu unbrauchbar geworden, der Schaden beträgt rund eine halbe Million Euro. Das geschätzt rund 1.000 Jahre alte Hauptgebäude, der Hof des Gasthauses Johannishögl ist "nur" an der Rückwand beschädigt.

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"Zum Glück sind wir versichert", so Gastwirt Ludwig Rieger, der alles wieder exakt so herrichten möchte, wie es zuvor war. Aktuell wird der ausgebrannte Dachstuhl von einer heimischen Baufirma abgetragen. Ein großer Kran ist im Einsatz. Bis zur Holzverkleidung im ersten Stock wird derzeit alles abgerissen. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, muss ein Statiker prüfen, inwieweit die Grundmauern in Mitleidenschaft gezogen wurden.

In dieser Hinsicht ist Ludwig Rieger zuversichtlich: "Mit großer Wahrscheinlichkeit ist dort alles in Ordnung und kein Löschwasser eingedrungen", so der 60-Jährige. Heißt: Mit dem Aufsetzen eines neuen Dachstuhls auf rund 360 Quadratmetern ist das Gröbste getan - und dennoch ist's freilich eine größere und langwierige Baumaßnahme.

Nervenaufreibendes Leben

Derzeit ist die Lage für die Wirtsfamilie Rieger alles andere als angenehm: "Es ist natürlich nervenaufreibend, auf einer Baustelle leben zu müssen. Aber das vergeht", weiß Ludwig Rieger, der froh ist, dass beim Großbrand Ende September keine Menschen zu schaden gekommen sind. Immer wieder stehen plötzlich Leute vor dem Gasthaus und fragen die Familie Löcher in den Bauch.

Ludwig Rieger ist nicht unglücklich über den Besuch von BGLand24.de: "Somit wissen die Leute jetzt wenigstens, wie es bei uns heroben weitergeht. Der Blick geht runter nach Salzburg, gegenüber der Untersberg, auf der anderen Seite Staufen und Zwiesel, ganz hinten schaut der schneebedeckte Watzmann heraus - die Lage des Gasthauses ist einmalig. Seit 1974 ist Rieger Wirt des Johannishögl-Gasthauses, das sich seit Generationen im Besitz seiner Familie befindet.

Wann die Wiedereröffnung gefeiert werden kann, ist heute noch nicht absehbar. Von einer Spendenaktion, die es offenbar seitens der Stammgäste geben soll, hat Ludwig Rieger gehört, weiß aber nichts näheres: "Wir wollen nicht betteln, aber natürlich wäre es eine schöne Geste".

bit

Quelle: BGland24.de

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