Plan des Finanzministers

Bayern will Unwetter-Opfern die Steuer stunden

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Finanzminister Markus Söder: „Wir lassen die Menschen in dieser schweren Situation nicht allein“

Mit steuerlichen Hilfsmaßnahmen soll den Opfern der jüngsten Unwetter aus Bayern geholfen werden. Das ist zumindest der Plan des Finanzministers.

„Wir lassen die Menschen in dieser schweren Situation nicht allein“, sagte Markus Söder (CSU) am Dienstag in München. Demnach können Steuern gestundet, Vollstreckungsmaßnahmen aufgeschoben und Steuervorauszahlungen gestreckt werden. Auch Sonderabschreibungen seien möglich. Sofern sich die Betroffenen Hausrat und Kleidung in größerem Umfang anschaffen mussten, können auch diese Ausgaben unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden.

Die Betroffenen sollten sich wegen der für sie im Einzelfall in Betracht kommenden Hilfsmaßnahmen umgehend persönlich mit dem Finanzamt in Verbindung zu setzen, sagte Söder. Anträge auf Erlass von Grundsteuer seien dagegen direkt an die Gemeinden zu richten.

Hilfen für Waldbauern werden noch geprüft

Darüber hinaus würden weitere Hilfsmaßnahmen, insbesondere für Waldbauern, noch geprüft. Den betroffenen Kommunen solle ferner zur Behebung von Schäden an Schulen und Kindertageseinrichtungen geholfen werden. Auch bei der Instandsetzung beschädigter Straßen und Brücken wolle sich der Freistaat finanziell beteiligen. „So wird sichergestellt, dass Schäden in diesen Bereichen wieder schnell beseitigt werden können“, sagte Söder.

Am vergangenen Freitagabend hatte ein schweres Unwetter mit Starkregen, Gewittern und zum Teil orkanartigen Sturmböen eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Bei den Aufräumarbeiten waren im Landkreis Passau zwei Menschen gestorben.

Unwetter am Freitag: So schlimm sind die Schäden

dpa

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