Von Sachsen bis nach Oberfranken

Notrufe im Minutentakt: Frau (79) mit 33-Kilometer-Geisterfahrt auf A72

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Plauen/Hof - Zahlreiche Notrufe gingen in der Nacht auf Dienstag bei der Polizei in Sachsen und Bayern ein. Die Anrufer berichteten alle unisono von einem Geisterfahrer auf der Überholspur der A72.

Bei ihrer "Irrfahrt" am 7. Mai gegen 1 Uhr morgens muss die Fahrerin (79) wohl gleich mehrere Schutzengel gehabt haben. Denn obwohl die Dame mit ihrem Seat rund 33 Kilometer zwischen Plauen und Hof auf der Autobahn in falscher Richtung unterwegs war, kam es zu keinem Unfall. Die Bild-Zeitung berichtet, dass die Frau dabei mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 60 bis 80 km/h unterwegs gewesen sein soll und andere Autofahrer mehrfach gefährlich ausweichen mussten. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn es zu einem Frontalzusammenstoß gekommen wäre.

Erst am Autobahndreieck Hochfranken in Oberfranken gelang es der bayerischen Polizei schließlich, den Wagen in eine Behelfsausfahrt zu lotsen und die Geisterfahrt zu beenden. Polizeisprecherin Christina Friedrich: "Es grenzt an ein Wunder, dass es zu keinem Unfall kam."

Bei der anschließenden Befragung gab die 79-Jährige an, sich verfahren zu haben. Anschließend sei sie in falscher Fahrtrichtung auf die Autobahn aufgefahren. Gegen die Rentnerin wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Ihren Führerschein gab die Frau freiwillig ab.

Wie die Polizei in Plauen weiter mitteilte, kontaktierten die Beamten im Nachgang die Anrufer aus der Nacht: Vier von ihnen gaben an, dass sie abbremsen oder ausweichen mussten, um einen Zusammenstoß mit der Geisterfahrerin zu vermeiden. Weitere Fahrzeugführer, welche durch die Geisterfahrerin gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion in Reichenbach zu melden (Telefon 03765 500).

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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