Polizei ermittelt in Marzoll

Das sagt der Veranstalter zu den mutmaßlichen Übergriffen beim Krampuslauf 

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Der Marzoller Schlosslauf 2017
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Bad Reichenhall - Beim Marzoller Krampusspektakel am vergangenen Samstagabend soll es zu späterer Stunde zu Übergriffen betrunkener Teilnehmer gekommen sein. BGLand24.de hat den Veranstalter um ein Feedback gebeten:

Update 15.17 Uhr: Veranstalter äußert sich

BGLand24.de hat den Veranstalter, die Marzoller Krampusse, um ein Feedback zu den Vorwürfen gebeten: 

„Bei der beschuldigten Gruppe handelt es sich um eine österreichische Gastpass. Der Vorfall soll sich nach der Veranstaltung zu getragen haben, außerhalb des Veranstaltungsortes. Die Pass war gerade dabei den Heimweg anzutreten, als es zu diesem Zwischenfall gekommen sein soll“, so der Vorstand der Marzoller Krampusse im Gespräch mit BGLand24.de. 

Und fügt ergänzend hinzu: „Nach Aussage der Pass haben die Mitglieder die jungen Frauen in ihren Anhänger gezogen und sie mit Stroh eingerieben. Als sie ihr Missfallen zum Ausdruck gaben, hätten die Passnmitglieder wieder von den Frauen abgelassen und sie aus dem Fahrzeug gelassen“. Für diese Aussage soll es nach Aussage des Vorstands auch Augenzeugen geben.

Erstmeldung

Offenbar nahmen es einige Krampusse in ihrem Traktor-Anhänger-Gespann mit der Tradition nicht ganz ernst und zogen gegen 23.40 Uhr vier junge Mädchen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren auf die Ladefläche des Anhängers, als diese sich gerade auf dem Heimweg befanden.  Nach Schilderung der Mädchen wurden sie dann ins Innere geschubst und von den noch unbekannten Burschen an der Kleidung begrapscht. Erst als diese anfingen, sich lautstark zur Wehr zu setzen, ließen die Männer ab. 

Die Mädchen verständigten daraufhin sofort ihre Eltern und die Polizei. Bei Eintreffen der Streifenbesatzung waren sowohl das Fahrzeuggespann, als auch die Männer nicht mehr vor Ort. Offenbar kamen diese mit ihrem Gefährt über den ehemaligen Übergang Marzoll zur Veranstaltung. Die Polizei Bad Reichenhall ermittelt nun wegen dem Verdacht verschiedener Straftaten und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung unter Tel.: 08651/970-0. Ob der Veranstalter und einige Teilnehmer gegen die von der Stadt Bad Reichenhall erlassene Auflagen verstoßen haben, wird ebenfalls geprüft.

Pressemeldung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Im vergangenen Jahr gab es einen ähnlichen Fall in Berchtesgaden. Ein Mitglied der Fellbuttnmandl musste sich daraufhin wegen sexueller Nötigung vor Gericht verantworten. Er wurde zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt. 

Quelle: BGland24.de

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