Taxifahrer im Landkreis Freising wollte noch helfen

Skrupellose Masche: Falsche Polizeibeamte ergaunern Beute im fünfstelligen Bereich

Aufklärungsbild für Senioren gegen Betrüger
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Die Polizei warnt vor Betrügern.

Bachenhausen - Von Montag, 30. November, auf Dienstag, 1. Dezember, gelang es bisher unbekannten Betrügern eine Beute im fünfstelligen Bereich einzustreichen. Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord im Wortlaut:

Die geschädigte 72-Jährige aus dem Landkreis Freising wurde am späten Montagabend von den Betrügern kontaktiert. Ab dem Moment des ersten Anrufs hielten die Täter die Geschädigte bis zum Dienstagmorgen dauerhaft am Telefon. Die Geschädigte wurde von der häufig verwendeten Legende der rumänischen Einbrecherbande überzeugt, bei deren Überführung sie der Polizei helfen solle.

Schlussendlich fuhr die 72-Jährige mit einem von den Tätern bestellten Taxi zur Bank, um dort ihren deponierten Schmuck im Wert eines niedrigeren fünfstelligen Betrags abzuholen. Danach deponierte sie diesen in einem Rucksack in der Kapelle in Bachenhausen im Landkreis Freising, wo ihn die Täter unbemerkt abholen konnten. Dem Taxifahrer kam die Situation verdächtig vor, sodass er die Tochter der Geschädigten im Nachgang über den Sachverhalt informierte. Diese verständigte unmittelbar die Polizei.

Die Kriminalpolizei Erding bittet in diesem Fall um Zeugenhinweise. Personen, die am 1. Dezember, gegen 10.00 und 10.30 Uhr, verdächtige Wahrnehmungen an der Kapelle in Bachenhausen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08122/968-0 zu melden.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord verweist im Zusammenhang mit dieser Tat erneut auf die aktuelle Präventionskampagne „Leg auf!“ hin.

Die Polizei warnt eindringlich:

·         Bei verdächtigen Anrufen angeblicher Polizeibeamter und angeblicher Verwandter: Legen Sie auf!

·         Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, ggf. auch unter der Notrufnummer 110 – benutzen sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!

·         Die Polizei verlangt von Ihnen niemals die Herausgabe von Bargeld, Wertgegenständen oder die Überweisung von Geldbeträgen!

·         Übergeben Sie grundsätzlich nie Geld und Wertgegenstände an fremde Personen!

·         Geben Sie am Telefon niemals persönliche Informationen oder Auskünfte über vorhandenes Bargeld oder Wertgegenstände preis!

·         Lassen Sie den Eintrag Ihrer Telefonnummer in öffentlichen Verzeichnissen löschen

·         Reden Sie mit Angehörigen über dieses Phänomen und warnen sie vor dem Vorgehen der Täter!

Die Täter sind skrupellos und geschickt. Jeder kann plötzlich Geschädigter sein.

Die Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern

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