Revision eingelegt

Ex-Polizeichef akzeptiert Urteil nicht

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Der wegen Körperverletzung im Amt angeklagte ehemalige Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Rosenheim im Gerichtssaal.

Traunstein - Der frühere Rosenheimer Polizeichef, der wegen vorsätzlicher Körperverletzung im Amt verurteilt worden war, akzeptiert die Bewährungsstrafe nicht.

Sein Anwalt legte nach Mitteilung vom Dienstag Berufung gegen das Urteil des Traunsteiner Landgerichts ein. Damit landet der Fall beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Eine Traunsteiner Strafkammer hatte den 51-Jährigen vor einer Woche zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Sein Verteidiger hatte nach dem Urteilsspruch gesagt: „Ich denke, wir könnten damit leben.“ Denn bei Rechtskraft des Urteils wäre der Polizist - wenn auch knapp - an der Amtsenthebung vorbeigeschrammt. Erst bei einer Haftstrafe von mindestens einem Jahr wird ein Beamter automatisch seines Amtes enthoben. Die Anklage hatte im Prozess eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten gefordert. Doch sein Mandant wolle „das Urteil einer Überprüfung unterziehen“, teilte der Anwalt mit.

Während der 51-Jährige die nächste Instanz anruft, akzeptiert die Staatsanwaltschaft das aus ihrer Sicht milde Urteil. „Wir werden unabhängig vom Verhalten der Verteidigung keine Revision beantragen“, sagte der Sprecher der Traunsteiner Staatsanwaltschaft.

Die Richter zeigten sich überzeugt davon, dass der leitende Polizeibeamte im Herbst 2011 den Kopf eines gefesselten 15-Jährigen auf der Wache des Rosenheimer Volksfestes mindestens zweimal gegen die Wand schlug und das Opfer auch noch trat und ohrfeigte.

dpa

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