Zahlreiche Corona-Verstöße am Wochenende

Eine sündhaft teure Zigarette und eine als „Trauerfeier“ getarnte Gartenparty

Corona-Party Polizei (Symbolbild)
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Die Polizei musste in Bayern und Deutschland zahlreiche verbotene Corona-Partys auflösen.

Landkreis/Bayern - Nicht nur im südlichen Oberbayern gab es am Wochenende viel Arbeit für die Polizei in Sachen Corona-Regeln. Auch anderswo wurde kräftig gefeiert und gegen gültige Bestimmungen verstoßen.

Verbotene Hochzeits-, Grill- oder Geburtstagsfeiern, Privatpartys oder Eierwürfe - die Polizei hatte in der Region am Wochenende (23. bis 25. April) alle Hände voll zu tun, um die Einhaltung der aktuell gültigen Corona-Regeln zu gewährleisten. rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet (Plus-Artikel). Doch auch in anderen Teilen von Bayern bzw. Deutschland ging es teilweise gehörig rund (News-Ticker Montag, 26. April).

Terrassenparty in Waldkirchen aufgelöst: Ein verbotenes Beisammensein mehrerer Haushalte hat die Polizei am Sonntag (25. April) in Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau) aufgelöst. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten insgesamt sechs Personen im Alter zwischen 25 und 38 Jahren fest. Sie stammten aus fünf verschiedenen Haushalten. Die „Veranstaltung“ wurde aufgelöst. Es gab entsprechende Anzeigen.

Jugendliche veranstalten private „Dult“ im Landkreis Rottal-Inn: In der Nacht auf Sonntag (25. April) kontrollierte die Polizei in Wurmannsquick (Landkreis Rottal-Inn) mehrere Jugendliche. Dabei beleidigten die Jugendlichen die eingesetzten Polizeibeamten. Es gab entsprechende Anzeigen - nicht nur wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, sondern auch wegen der Ausgangssperre. Die Jugendlichen hatten zuvor eine kuriose „Ausrede“ geliefert: Da die „Gerner Dult“ in Eggenfelden heuer corona-bedingt ausgefallen sei, hätten sie einfach eine „private Dult“ veranstaltet. Die Ermittlungen zur sogenannten „Gerner Party“ laufen noch.

Laute Parkplatz-Party in Regenstauf: Rund ging es auch am Samstagabend (24. April) in Regenstauf (Landkreis Regensburg). Dort fand auf dem Parkplatz eines Baumarktes eine lautstarke Party statt. Als die Polizei anrückte, stellte sie dort insgesamt elf Personen im Alter zwischen 17 und 21 Jahren fest, die nach Polizeiangaben auf Campingstühlen saßen und dabei reichlich Alkohol konsumierten. Die Party fand ein jähes Ende - und es gab entsprechende Anzeigen.

Privatparty im Landkreis Deggendorf: In der Nacht auf Samstag (24. April) musste die Polizei nach Stephansposching (Landkreis Deggendorf) ausrücken. Den Beamten war dort eine Privatparty gemeldet worden. Es wurden dort insgesamt fünf Jugendliche angetroffen. Besonders schlimm: Diese feierten dort mit der Erlaubnis ihrer Eltern!

Sündhaft teure Zigarette in Eggenfelden: Teuer wird es nun für einen 23-Jährigen aus Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn). Der junge Mann wollte sich am Samstagabend (24. April) gegen 23.40 Uhr Zigaretten an einem Automaten holen. Dabei wurde er von der Polizei kontrollierte und bezüglich der Ausgangssperre befragt. Der 23-Jährige zeigte sich dabei uneinsichtig und begann nun, die Polizisten zu beleidigen. Es gab mehrere Anzeigen bzw. Strafverfahren. Zudem muss der junge Mann für den Verstoß wohl mindestens 500 Euro Bußgeld zahlen.

Jugendliche feiern in Zorneding: In der Nacht auf Sonntag (25. April) wurde der Polizei Poing telefonisch eine „aktuell laufende, lautstarke Feier“ in Zorneding (Landkreis Ebersberg) gemeldet. Die Beamten rückten mit mehreren Streifen aus und konnten am „Tatort“ insgesamt acht Jugendliche im Alter zwischen 16 und 21 Jahren feststellen, welche lautstark ohne Einhaltung der gültigen Corona-Regeln feierten. Die Party wurde sofort beendet und es gab entsprechende Anzeigen.

„Trauerfeier“ war in Wahrheit eine Gartenparty: Mit dem Vorwand, eine „familiäre Trauerfeier“ abzuhalten, wollten insgesamt 16 Personen eine verbotene Gartenparty im Landkreis Wesermarsch in Niedersachsen „tarnen“. Wie die Polizei mitteilte, hätten die Feiernden gegenüber den Beamten angegeben, dass angeblich ein Familienmitglied vor kurzem an Corona gestorben sei. Nach kurzer Abklärung stellte sich jedoch raus: Es war keine Trauerfeier beim zuständigen Landratsamt angemeldet - auch ein Hygienekonzept lag nicht vor. Da die Gäste außerdem gegen Abstandsregeln und Maskenpflicht verstießen, gab es entsprechende Anzeigen.

mw

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