Nach gewaltsamen Tod von George Floyd

Polizeigewalt und Rassismus: Schickt uns eure Leserbriefe

Nach dem Tod von George Floyd - Utah
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Die landesweiten Proteste in den USA richten sich nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners Floyd durch einen weißen Polizisten gegen Rassismus und Polizeigewalt.

USA/Landkreis - Der Tod von George Floyd hat in den USA das Vertrauen in Polizei und Justiz erschüttert. Viele Amerikaner protestieren deswegen gegen Polizeigewalt und Rassismus. Doch wie steht ihr zur Polizeigewalt? rosenheim24.de möchte eure Leserbriefe zu diesem Thema veröffentlichen. 

8 Minuten und 46 Sekunden - so lange dauerte der Todeskampf des bei einem brutalen Polizeieinsatz getöteten Schwarzen George Floyd in den USA. Ein US-Polizist kniete fast neun Minuten auf seiner Kehle - bis er verstarb. Trotz aller Bitten Floyds, ihn atmen zu lassen, nahm der weiße Polizist das Knie nicht vom Nacken seines Opfers. Floyds letzte Worte waren "I can't breathe" also: "Ich kann nicht atmen".

Diese Worte wurden bei vielen Protestkundgebungen in den USA zum Inbegriff für Polizeigewalt und Diskriminierung. Seit dem Tod von George Floyd am 25. Mai in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota kommt es in vielen US-Städten zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und sozialer Ungleichheit. Viele der Proteste verlaufen friedlich, aber einige arteten zum Teil in Ausschreitungen und Plünderungen aus

Nicht erst seit dem Tod des Afroamerikaners beschäftigt die Welt das Thema Polizeigewalt. Auch in Deutschland soll es jährlich mindestens 10.000 mutmaßliche Fälle von illegaler Polizeigewalt geben. Aber auch die Zahl der Angriffe auf Polizeibeamte steigt weiter. In 2019 wurden allein im Raum München an jedem Tag im Durchschnitt sieben Polizeibeamte/-innen verletzt.

Zwei Bundespolizisten in Rosenheim vor Gericht

Die Polizei steht im Fokus - und das auch ein wenig in der Region. So mussten sich erst am Mittwoch, 3. Juni, zwei Bundespolizisten vor dem Rosenheimer Amtsgericht verantworten. Die beiden Männer sollen im Herbst 2018 in der Öffentlichkeit den Hitlergruß gezeigt und rassistische Parolen gerufen haben

Gegen sie werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd damals mit. Ausdrücke wie "Scheiß Neger", "Scheiß Kanaken", "Scheiß Bimbos" - auch mit dem Zusatz "brauchen wir nicht", sollen laut Staatsanwalt gefallen sein. Die Hauptverhandlung wird am 24. Juni fortgesetzt.

Wie steht ihr zur Polizeigewalt? Schickt uns eure Leserbriefe

Das Thema Polizeigewalt beschäftigt die Bevölkerung. Doch was sind eure Erfahrungen mit polizeilicher Gewalt? Seid ihr persönlich damit schon mal in Berührung gekommen oder findet ihr gewisse Taten noch legitim und notwendig?

Seid ihr vielleicht selbst (schwarze) US-Amerikaner und wohnt in der Region und möchtet über die aktuelle Situation in den USA sprechen? Ist euch selbst bereits Rassismus von Seiten der Polizei aufgrund eurer Hautfarbe oder eures Aussehens begegnet? rosenheim24.de möchte gerne von euch hören, was ihr zu dem Thema Polizeigewalt sagt

Erzählt uns, was euch bewegt und schickt eine Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: "Polizeigewalt" im Betreff). Bitte sendet uns neben euren Zeilen auch unbedingt euren Namen und euren Wohnort, auch ein Foto von euch könnt ihr gerne mitschicken. Wir veröffentlichen eure Leserbriefe samt Name und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Gerne könnt Ihr uns eure Nachricht auch über die Facebook-Seiten von rosenheim24.de, mangfall24.de, wasserburg24.de, innsalzach24.de, chiemgau24.de oder BGLand24.de zukommen lassen.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

jg

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