Burghauser bei Festnahme erschossen

Neue Vorwürfe nach Todesschuss in Burghausen

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Die Ermittlungen im Fall André B. dauern weiter an. Die Angehörigen haben nun erneut schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben.

Burghausen - In einem Brief an mehrere Medien erheben Angehörige des erschossenen André B. schwere Vorwürfe gegen den Polizisten. Brachte dieser seinen Kollegen in Gefahr?

Während die Ermittlungen im Fall André B. weiter andauern und die Staatsanwaltschaft keine Auskunft zum aktuellen Sachstand gibt, haben sich nun erneut Angehörige des erschossenen Burghausers zu Wort gemeldet. In einem an mehrere Medien adressierten Schreiben erheben sie schwere Vorwürfe gegen den Beamten.

Unter anderem heißt es in dem Schreiben: "Die aktuellen Ermittlungen ergeben jedoch, dass die Beamten nicht nur widerrechtlich vor Ort waren und entgegen anderslautender Dienstanweisung gehandelt haben, sondern auch, dass der Todesschütze neben Kindern und Anwohner auch seinen eigenen Kollegen in Lebensgefahr gebracht hatte." Den Angehörigen zufolge hätten also gleich mehrere Faktoren gegen den Schusswaffengebrauch gesprochen. So hätten die beiden Beamten die Festnahme von André B. an jenem Tag eigentlich gar nicht durchführen, sondern stattdessen für Sicherheit im Fußballstadion sorgen sollen. Zudem kritisieren die Angehörigen, dass der Vorfall in der Öffentlichkeit in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Auf Anfrage unserer Redaktion wollte sich die Staatsanwaltschaft Traunstein weder zu den Vorwürfen der Angehörigen noch zum aktuellen Stand der Ermittlungen äußern.

Bereits wenige Tage nach dem Vorfall am 24. Juli hatten die Angehörigen schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. So sollen zum Zeitpunkt des Schusses einem Augenzeugen zufolge mehrere Kinder im Hof gespielt haben. Der tödliche Schuss auf André B. hatte zudem eine spontane Demo gegen die Polizei zur Folge.

redis24

Quelle: innsalzach24.de

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