Polizistenmord: Verletzte Beamtin strebt Nebenklage an

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Das Grab des ermordeten Augsburger Polizisten Mathias V.

Augsburg - Neue Entwicklung beim Augsburger Polizistenmord: Die verletzte Kollegin des ermordeten Mathias Vieth strebt eine Nebenklage an. Falls es zum Prozess gegen die beiden Tatverdächtigen kommt.

Die beim Augsburger Polizistenmord verletzte Polizeibeamtin will im Fall der Anklage selbst eine Nebenklage gegen die beiden tatverdächtigen Brüder anstrengen und am erwarteten Prozess teilnehmen. Das teilte ihre Rechtsanwältin Marion Zech der “Augsburger Allgemeinen“ am Dienstag mit. Demnach will die 30 Jahre alte Kollegin des ermordeten Beamten Mathias Vieth in einem möglichen Prozess “das Geschehen im Gerichtssaal persönlich verfolgen und den beiden Beschuldigten gegenübertreten“.

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Das schreckliche Brüderpaar schweigt

Die beiden 56 und 58 Jahre alte Brüder sollen in der Nacht zum 28. Oktober in Augsburg den Polizeibeamten Vieth erschossen und dessen Kollegin angeschossen haben. Sie wurden am 29. Dezember festgenommen und sitzen in Augsburg beziehungsweise München in Untersuchungshaft. Bisher schweigen sie zu den Vorwürfen.

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Die bei der Schießerei verletzte Polizistin sei in therapeutischer Behandlung, sagte die Anwältin der Zeitung. “Die Festnahme war für die Beamtin ein wichtiger Schritt bei der Aufarbeitung.“ Bei der Tat wurde die Polizistin von einem Streifschuss getroffen und leicht verletzt. Sie gilt seitdem als traumatisiert und ist dienstunfähig. “Sie will alles dafür tun, wieder ins Leben zurückzufinden“, sagte ihre Anwältin.

dpa

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