Aufatmen für ehemalige Hochwald-Mitarbeiter

Es geht weiter im Werk in Weiding: Das hat so niemand erwartet

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Hier hat man bis vor kurzem noch die bekannte Bärenmarke produziert. So geht es jetzt weiter für die Beschäftigten:
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Polling/Landkreise - Aus Sicht der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ist es ein schönes Ergebnis für die Beschäftigten im bald schon ehemaligen Hochwald-Werk: Die angekündigten weiteren Aktionen sind vorerst nicht nötig. Wie es scheint geht alles den sozialverträglichen Plan der NGG.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Hochwald betreibt den Sprühturm für die Herstellung von Trockenmilch weiter: Rund 40 Arbeitsplätze seien somit gerettet, so Georg Schneider.
  • Die Almil AG übernimmt laut Schneider rund 130 der weiteren verbliebenen Arbeitsplätze.
  • Rund 50 der ursprünglich rund 240 Beschäftigten haben laut Schneider bereits eine berufliche Alternative gefunden.
  • Die Auszubildenden seien – wie von Hochwald angekündigt – anderweitig vermittelt worden.
  • 14 Beschäftigte hätten freiwillig ein Abfindung von Hochwald angenommen, so Schneider weiter.

„Wir hoffen, dass uns der Arbeitgeber nach dieser Aktion wirklich ernst nimmt. Ansonsten sind wir gezwungen, weitere Aktionen durchzuführen.“ Das sagte Georg Schneider, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Rosenheim-Oberbayern, noch im Mai letzten Jahres. Diese weiteren Aktionen braucht es offenbar nicht. Auf Nachfrage von innsalzach24.de gab Schneider am Dienstagnachmittag bekannt, dass rund 170 der rund 240 Arbeitsplätze im Hochwald-Werk in Weiding/Polling gerettet werden können.

Georg Schneider: "Ein schönes Ergebnis für die Beschäftigten"

Bei der NGG freue man sich über diesen Ausgang, so Schneider, sei das doch ein Zeichen dafür, dass sich der gewerkschaftliche Zusammenhalt gelohnt habe. Keine Zwangskündigungen und kein weiter nötiger Kampf um einen Sozialplan – all das lasse Raum zur Freude für die Kollegen, so Schneider. Freilich gebe es noch einiges zu tun. Dazu wollte Schneider auf Nachfrage von innsalzach24.de aber noch keine detaillierten Angaben machen.

Dank an Günter Knoblauch (MdL)

Das alles sei natürlich nicht einfach so passiert, so Schneider weiter. Ein großer Dank gelte dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt Mühldorf und heutigem Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch. Ihm sei es zu verdanken, dass sich die Almil AG am oder besser gesagt im Werk Weiding engagiert. 

Ich freue mich sehr, dass ich dazu beitragen konnte, Arbeitsplätze zu erhalten und den Familien, die mit ihren landwirtschaftlichen Betrieben die Milch erzeugen und zuliefern, Sicherheit zu geben. Die Firma Almil hat einen „Letter of Intent“ abgegeben – sprich, eine Absichtserklärung zur Übernahme. Nun ist Hochwald gefordert und es folgen Verhandlungen – ich hoffe und bin zuversichtlich, dass wir zu einer Lösung kommen, die für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation darstellt. Ich werde meinen Teil dazu beitragen.“, kommentierte Knoblauch seine Initiative im Juli.

Quelle: innsalzach24.de

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