Neun Verletzte, sechs Festnahmen in Deggendorf

Massenschlägerei vor Ankerzentrum: Bewohner verurteilt

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Deggendorf - Neun Verletzte und sechs Festnahmen - das war die Bilanz einer Massenschlägerei vor dem Deggendorfer Ankerzentrum im August 2019. Nun musste sich ein erster Asylbewerber dafür vor Gericht verantworten.

Bayernweit für Schlagzeilen sorgte im August eine Massenschlägerei vor dem Ankerzentrum in Deggendorf. Insgesamt wurden neun Personen verletzt und es gab sechs Festnahmen. Einem erster Bewohner, der bei der Schlägerei teilgenommen hat, wurde nun vor dem Amtsgericht Deggendorf der Prozess gemacht.

Erster Prozess nach Massenschlägerei vor Asylunterkunft

Der 39-Jährige aus Aserbaidschan wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung verurteilt, berichtet der Bayerische Rundfunk. Angeklagt war der 39-Jährige wegen besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs. Weil die Staatsanwalt dem Angeklagten jedoch nicht nachweisen konnte, dass er auch Gegenstände aus der Menge heraus geworfen hat, wurde die Anklage schließlich abgeschwächt.

Einsatzkräfte aus ganz Niederbayern und der Oberpfalz

Bei dem Einsatz am 20. August mussten Polizisten aus ganz Niederbayern und auch der Oberpfalz angefordert werden. Vor Ort stellten die ersten Polizeistreifen fest, dass zwei Gruppe von insgesamt ca. 30 Personen aufeinander einschlug und sich Personen gegenseitig mit Steinen bewerfen. Es handelte sich um Gruppen von Aserbaidschanern und Afrikanern. Den Einsatzkräften gelang es schließlich, die Gruppen zu trennen. 

Laut anschließendem Polizeibericht wurden insgesamt neun Personen leicht verletzt, davon drei Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma und ein Polizeibeamter. Durch die Einsatzkräfte wurden sechs Asylbewerber in Gewahrsam genommen, anschließend beruhigte sich die Lage.

mh

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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