Rentner blockiert Sanka mit verletztem Kind

München - Er fühlt sich nach wie vor im Recht: In Fürstenfeldbruck hat ein Rentner (66) einen Krankenwagen im Einsatz mit Absicht blockiert. Er bestand auf seiner Vorfahrt!

Der Berufungsfall, der jetzt vor dem Landgericht München verhandelt wurde, machte den Staatsanwalt wütend und die Richterin fassungslos. Ein 66-Jähriger bestand darauf, dass ihn eine Sanka-Fahrerin (28) genötigt habe. Die Frau hatte auf einer Straße in Fürstenfeldbruck mit Sirene und Blaulicht eine notwendige Vorfahrt wegen eines Einsatzes angezeigt.  Hinten im Wagen lag ein durch einen Sportunfall verletztes Kind, das schnell ins Krankenhaus kommen sollte. Der Rentner aber beharrte auf seiner Vorfahrt. Er fuhr sogar mit seinem Auto direkt vor den Sanka, blockierte so dessen Weiterfahrt. Dann stieg er aus, fragte die Sanka-Fahrerin, ob sie die Verkehrsregeln nicht kenne, und verlangte, dass sie ihren Wagen zurücksetzen solle. "So etwas ist mir noch nie passiert!“, sagte die 28-Jährige im Zeugenstand.

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Rubriklistenbild: © pa/dpa

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