Vater wider Willen klagt in München

Irrer Samenstreit vor Gericht: "Es war alles großer Mist"

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München - Weil ein Paar auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen konnten, entschieden sie sich für eine künstliche Befruchtung. Nun sah sich das inzwischen getrennte Paar vor Gericht wieder.

Sie wollten sich unbedingt den Kinderwunscherfüllen, darum entschied sich das Paar aus der Nähe von Garmisch-Partenkirchen für eine künstliche Befruchtung. Sie gingen in die Praxis eines Münchner Arztes, ließen ihre Eizellen befruchten und einfrieren. Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, kriselte es allerdings bereits in der Ehe der beiden, kurz darauf zog der Mann aus.

„In Krisenzeiten sollte es wieder einen Grund zur Freude geben. Ich war optimistisch, dass wir durch ein Kind die Ehe wieder festigen können.“ Und der Mann kehrte zurück. „Weil ich dachte, Susanne sei schwer an Krebs erkrankt - und durch eine anstehende Chemotherapie könnte ihr Kinderwunsch für immer zerstört werden“, erklärte er. Zwei Wochen später merkte er aber, dass Susanne gesund war. „Es stellte sich heraus, dass alles großer Mist war."

Doch sie wollte das Kind, fälschte die Unterschrift des Mannes auf der Einverständniserklärung und ließ sich die befruchtete Eizelle einsetzen. Da dieser Versuch jedoch scheiterte lies sie sich rund ein halbes Jahr erneut eine aufgetaute Eizelle einsetzen., so die tz.de weiter.

Nun sahen sich die beiden vor Gericht wieder. Der Grund: Ihr drittes Kind, mit dem der Mann nicht einverstanden war. Das erklärte er laut tz.de vor Gericht. „Ich habe der Arzthelferin am Telefon gesagt, dass ich gegen die Schwangerschaft bin. Doch für die Richter ist dies kein eindeutiger Widerruf. Rein rechtlich hätte der Arzt nicht einmal Peter A.s Einverständnis einholen müssen. Denn über die Eizellen können Frauen ab der Befruchtung alleine verfügen. Daher wird er weiterhin Unterhalt für das Kind zahlen müssen.

mh

Rubriklistenbild: © dpa/Montage

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