Bluttat in München Laim

Psychisch Kranker (42) sticht mit Messern auf Nachbarn und Lieferboten ein

Blaulicht in München
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Polizei München Symbolbild

München - Ein 42-Jähriger attackierte - bewaffnet mit zwei Messer - seine Nachbarn und einen Lieferboten. Er wurde in einer Psychatrie untergebracht.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Am Sonntag, 2. August, gegen 20.50 Uhr, hielt sich ein 42-Jähriger, vermutlich mit zwei Messern bewaffnet, im Innenhof seiner Wohnanlage in München Laim auf. Er leidet seit vielen Jahren unter einer psychiatrischen Erkrankung und hatte Wahnvorstellungen.  In einem Durchgang von der Straße zum Innenhof traf er zufällig auf eine 46-jährige Nachbarin und begann grundlos auf sie einzustechen. Sie erlitt dabei Abwehrverletzungen am linken Unterarm, konnte aber zu einem Nachbarn in die Wohnung flüchten.  

Ein weiterer 67-jähriger Nachbar wurde durch Schreie auf die Situation aufmerksam, beobachtete die Situation von einem Fenster aus und lief, um zu helfen, in den Innenhof. Schon unmittelbar an der Haustüre griff der 42-Jährige auch diesen Nachbarn mit dem Messer an. Auch er erlitt Abwehrverletzungen am Handgelenk und am Oberarm.

Als der 42-Jährige einen weiteren, im Innenhof beschäftigten 40-jährigen Nachbarn bemerkte, griff er auch diesen mit dem Messer an. Dieser konnte dem Angriff ausweichen und erlitt lediglich eine oberflächliche Verletzung am linken Oberschenkel. Er konnte sich dann in eine nahegelegene Tankstelle flüchten.

Ein zufällig anwesender 32-jähriger Essenslieferant versuchte einzugreifen und sprach den 42-Jährigen an. Dieser griff nunmehr auch den Essenslieferanten mit dem Messer an. Doch auch dieser konnte ausweichen und wurde lediglich leicht an der Hand verletzt.

Nach diesem letzten Angriff zog sich der 42-Jährige schließlich in seine Wohnung zurück. Als er kurz darauf das Haus wieder verlassen wollte, konnte er von Polizeibeamten festgenommen werden.

Die Motivlage des Tatverdächtigen ist bislang unklar. Zwei der Verletzten wurden vor Ort ambulant behandelt. Die zwei anderen Verletzten konnten nach ambulanter Behandlung in einem Krankenhaus noch am selben Abend wieder entlassen werden. Der Tatverdächtige äußerte sich bislang nicht zur Tat.

Nach einer ersten psychiatrischen Begutachtung des Tatverdächtigen, ordnete das Amtsgericht München auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I am 3. August die einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Dem Tatverdächtigen wird versuchter Totschlag in zwei Fällen, sowie gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen zur Last gelegt.

Pressemitteilung Polizei München

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