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Erntet viel Kritik aus der Szene

Querdenker scheitert kläglich beim Versuch Münchner Behörde lahmzulegen

Polizisten sichern den Münchner Marienplatz bei einem Corona-Spaziergang
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Polizisten sichern den Münchner Marienplatz bei einem Corona-Spaziergang

Einer der Organisatoren der sogenannten „Corona-Spaziergänge“ in München hatte den Plan geknüpft, eine Münchner Behörde, nämlich das Kreisverwaltungsreferat (KVR), lahmzulegen. Doch dieser Plan ist nun kläglich gescheitert.

München - Melchior Ibing, einer der Organisatoren der Bewegung „München steht auf“, die für die Organisation von den sogenannten „Corona-Spaziergängen“ in München verantwortlich ist, hat am vergangenen Sonntag (9. Januar) seinen Anhängern einen Plan präsentiert, der nun kläglich gescheitert ist.

„Friedlich und legal bombadieren“

In dem zugehörigen Telegramkanal „München steht auf“ präsentierte er den Anhängern die Idee: „Lass uns das KVR friedlich und legal bombardieren.“ In einem dazugehörigen Textbeitrag stellte er dann klar, wie er sich das vorstellt: „Lass uns das KVR mit Versammlungsanzeigen fluten.“ Hintergrund ist hierbei, dass die Stadt München alle unangemeldeten Demonstrationen mittels Allgemeinverfügung untersagt hat - also auch die als spontan dargestellten „Corona-Spaziergänge“.

Lesen Sie hierzu: Corona-„Spaziergang“ in München eskaliert – Chaoten durchbrechen Polizeikette

Ibing plante also die Anhänger der „München steht auf“-Bewegung dazu zu bewegen, massenhaft Demonstrationen anzumelden, die alle vom KVR bearbeitet werden müssen, um diese dann gegebenenfalls kurzfristig wieder abzusagen. Das Ganze wurde als „legaler friedlicher Widerstand“ dargestellt. In der Telegram-Nachricht gab es sogar einen Leitfaden mit an die Hand, wie die Schreiben zu formulieren seien, um der Behörde „richtig viel Arbeit mit wenig Aufwand für den Einzelnen“ zu machen.

Das Ziel weit verfehlt

Und tatsächlich gab es einige Anhänger, die die Handlungsanweisung befolgten. Doch Ibing träumte von Hunderten oder gar Tausenden Anmeldungen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung bestätigte das KVR auch „eine größere Zahl von Demo-Anmeldungen, die sich dem erwähnten Aufruf zuordnen lassen“. Diese Zahl bewegte sich bis zum Montagnachmittag allerdings „im oberen zweistelligen Bereich“. Also weit von den erträumten Tausenden Anmeldungen entfernt.

Ibing hat mit der Aktion allerdings nicht nur weniger Zuspruch gefunden als geplant, sondern muss für den Aufruf auch viel Kritik aus den eigenen Reihen einstecken. Viele Kommentare unter dem Telegram-Beitrag richten sich gegen den Organisator der „Corona-Spaziergänge“. Dort ist von „sinnlosen und provokanten Aktionen“ die Rede. „Damit dienst Du nicht der Sache, sondern rückst sie dahin, wo uns die Medien schon die ganze Zeit haben wollen: extreme Fanatiker“, mahnt ein Nutzer an. Ein anderer pflichtet ihm bei: „Halte das auch für komplett sinnlos. Ist nur Machtdemonstration.“

Mit allen Mitteln Unruhe stiften

Ein weiteres Mitglied der Telegramgruppe fragt: „Sind das erwachsene Menschen, die hier solche Ideen vorschlagen oder Achtklässler, die ihre Grenzen ausloten wollen? Mir ringt das alles nur ein Kopfschütteln ab...“ Es scheint so, als ob es Ibing und seinen Anhängern nicht mehr darum geht nur Inhalte zu transportieren, sondern mit allen Mitteln Unruhe zu stiften und das stößt auch vielen Gruppenmitgliedern sauer auf. „Damit verratet ihr euch selbst und euren Aufruf auf friedlichen Widerstand“, mahnt einer. Ein anderer weist darauf hin: „So etwas schadet der guten Sache und macht unglaubwürdig.“

nt

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