+++ Eilmeldung +++

„Eurovision Song Contest“

Michael Schulte fährt zum ESC 2018 - das Netz spottet über Entscheidung

Michael Schulte fährt zum ESC 2018 - das Netz spottet über Entscheidung

Bergsteigerdorf Ramsau will raketenfrei bleiben

"Wir hoffen auch dieses Jahr wieder auf ein ruhiges Silvester"

+
Feuerwerk zu Silvester - Ja oder Nein?
  • schließen

Ramsau - "Über dem Ramsauer Talkessel sollen in der Silvesternacht nur die Salven der Ramsauer Weihnachtsschützen erklingen" - dieser Aufruf zum Jahreswechsel 2016/2017 sorgte für jede Menge Diskussion. In diesem Jahr ruft das Bergsteigerdorf erneut zu einem raketenfreien Silvester auf.

Zum Jahreswechsel 2016/2017 hatte das Bergsteigerdorf Ramsau dazu aufgerufen, statt Geld für Böller und Raketen auszugeben. Das gesparte Geld sollte stattdessen an hilfsbedürftige Menschen gespendet werden. Rund 11.000 Euro sind damals an Spenden zum Jahreswechsel zusammengekommen

"Das laute und helle Spektakel zum Jahreswechsel verschreckt Hirsch, Reh und Gams im Nationalpark Berchtesgaden sowie in Wald und Gebirge. Und auch die Nutz- und Haustiere fürchten den Lärm. 

Raketen und Knaller bedeuten außerdem Feuer- und Brandgefahr für Häuser und historische Gebäude wie das Ensemble der Ramsauer Kirche und Mesnerhaus mit seinen wunderschönen Holzschindeldächern. Und die Umwelt wird in der Nacht zum Neujahrstag durch eine unnötige Rekordmenge von Feinstaub und Treibhausgasen belastet", so war damals auf dem Blog der BGLT (Berchtesgadender Land Tourismus) zu lesen.

Spende an Erdbebenopfer

Gesagt getan - Das Bergsteigerdorf Ramsau blieb fast raketenfrei. Viele Hoteliers sorgten mit einem Lichtermeer aus Kerzen und Fackeln für einen nicht minder hellen, dafür aber wesentlich ruhigeren Jahreswechsel.

Der Spendenerlös ging damals an die Menschen der italienischen Ortschaft Norcia im mittelitalienischen Erbebengebiet. Der Ramsauer Stammgast und Bergfreund, Erzbischof Georg Gänswein, hatte dieses Spendenprojekt vermittelt. Im August 2016 hatten mehrere schwere Erdstöße in dieser Region rund 300 Todesopfer gefordert. Darunter viele Familien und Kinder, die sich aufgrund der Sommerferien dort im Urlaub aufhielten.

Berchtesgaden hilft e.V.

Auch für den kommenden Jahreswechsel ruft das Bergsteigerdorf Ramsau wieder dazu auf, auf Böller und Raketen zu verzichten und dafür an hilfsbedürftige Menschen zu spenden.

"In diesem Jahr geht der Spendenerlös nicht in die weite Welt hinaus, sondern soll hilfsbedürftigen Menschen in der Ramsau zu gute kommen. Dabei unterstützen uns der "Verein Berchtesgaden hilft e.V.". Wir hoffen, dass wir auch in diesem wieder einen ordentlichen Betrag zusammen bekommen. 

Die Resonanz im letzten Jahr war wirklich beeindruckend und wir würden uns sehr freuen, wenn auch in diesem Jahr noch ein paar Leute mehr auf die ein oder andere Rakete verzichten und stattdessen an diejenigen denken, denen es nicht so gut geht. In diesem Sinne hoffen wir auf ruhige und beschauliche Stunden zum Jahreswechsel", so der Ramsauer Bürgermeister Herbert Gschoßmann.

Umfrageergebnis pro Raketenverzicht

Wir hatten Sie in einer Umfrage vor rund einem Jahr danach gefragt, was Sie von diesem Raketenverzicht halten. Über 60% der Teilnehmer befürworteten dieses Vorhaben

Wie schaut es bei Ihnen in diesem Jahr aus? Haben Sie ähnliche Projekte, bei denen Sie auch lieber Spenden, statt das Geld mit Raketen und Böllern zu verpulvern? Oder gehören Feuerwerk & Co. zu Ihrem ultimativen Jahreswechsel dazu? Wir freuen uns auf Ihren Input unter petra.sobinger@ovb24.de

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser