Frau (22) verletzte sich bei Sturz schwer

Streit nach Unfall am Watzmann - Bergführer: "Wäre mit Seilen nicht passiert"

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Ramsau - "Das wäre mit den Seilen nicht passiert", behauptet der Ramsauer Bergführer Hubert Nagl. Er bezieht sich dabei auf einen schweren Unfall, als eine 22-jährige bei der Watzmann-Überschreitung 50 Meter tief stürzte und sich schwer verletzt.

Ende Juli diesen Jahres stürzte eine 22-jährige Urlauberin aus Brandenburg bei der Watzmann-Überschreitung 50 Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer. In einem zwölf stündigen Einsatz mit 37 Bergrettern und vier Hubschraubern retteten die Einsatzkräfte die Frau. 

Ein Grund für diesen dramatischen Unfall sieht Hubert Nagl, Bergführer aus Ramsau, in den 2017 vom Nationalpark Berchtesgaden bei einer Sanierung entfernten Seilversicherungen. "Das wäre mit den Seilen nicht passiert", sagt Nagl jetzt gegenüber pnp.de. "Die Tour ist deutlich schwieriger und gefährlicher geworden."

Rudi Fendt von der Bergwacht Ramsau sagt dazu: "Mehr als die Hälfte sind überfordert. Das muss man erst mal in seinem Kopf verarbeiten, wenn man auf dem Watzmann-Grat steht und neben dir geht es rechts und links hunderte Meter runter. Das ist atemberaubend." Der Nationalpark weist dagegen die Kritik zurück, die Überschreitung sei trotz der Sanierung nicht gefährlicher als zuvor, wie weiter berichtet wird.

Vorbericht

Die 22-Jährige verletzte sich bei der Watzmann-Überschreitung schwer, als sie zwischen Hocheck und Mittelspitze um kurz nach 8 Uhr rund 50 Meter in die Tiefe stürzte. Drei andere Bergsteiger, zwei davon selbst Bergretter, seilten sich zu der Verunfallten hinab und leisteten Erste Hilfe. 

Zwölfstündiger Rettungseinsatz am Watzmann

Dichter Nebel verhinderte über acht Stunden hinweg, dass die schwer Verletzte per Heli ausgeflogen werden konnte. Erst gegen 16.30 Uhr riss der Nebel so weit auf, dass „Edelweiß 8“ aufsteigen und die Patientin und nach Kühroint ausfliegen konnte.

ma

Quelle: BGland24.de

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