Tierfeind legt tötliche Köder aus

Rasierklinge in der Wurst - Hund tot

Naila - Ein Tierfeind treibt in Oberfranken sein Unwesen: Er legt mitRasierklingen präparierte Köder aus. Ein Hund ist bereits tot. Auch kleine Kinder können gefährdet sein.

In der oberfränkischen Stadt Naila (Landkreis Hof) sucht die Polizei nach einem Tierfeind, der mit Rasierklingen präparierte Köder ausgelegt hat. EinHund musste bereits eingeschläfert werden. Er hatte nach Erkenntnissen der Polizei eine Wurst gefressen, in der eine Rasierklinge versteckt war. Bereits in der Vorwoche war ein Wurstköder mit einer Rasierklinge gefunden worden, später entdeckte ein Grundstücksbesitzer noch zwei scharfe Klingen ohne Köder. Alle Funde habe man in der gleichen Straße gemacht, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Hundebesitzern riet er, vorsichtig zu sein und nach präparierten Ködern Ausschau zu halten.

So sieht es auch Nicole Brühl, die Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes. Man solle beim Spaziergang sehr genau auf den Hund achten, sagte sie. Fälle von präparierten Ködern - etwa mit Klingen oder mit Gift - gebe es immer wieder in Bayern. Sie warnte: „Man gefährdet damit ja nicht nur Hunde, sondern auch kleine Kinder.“

Im vergangenen Jahr hatte der Fund von Giftködern bei Hundebesitzern in Niederbayern für Aufregung gesorgt. In Neureichenau (Landkreis Freyung-Grafenau) war ein Hund an mit Pflanzenschutzmittel verseuchtem Futter gestorben.

dpa/lby

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