NEXTGEN CUP CHALLENGE

RECUP: Einziges deutsches Unternehmen unter Gewinnern

München - RECUP, das deutschlandweite Pfandsystem für Coffee-to-go-Mehrwegbecher, ist Impulsgeber in Sachen Nachhaltigkeit und Vermeidung von Einwegverpackungen: Als einer von zwölf Gewinnern der internationalen NextGen Cup Challenge trägt RECUP aktiv dazu bei, eine Lösung für das weltweite Einwegbecher-Problem zu schaffen.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Ei​n flächendeckendes und einheitliches Coffee-to-go-Pfandsystem für ganz Deutschland – das ist die Vision des Münchner Unternehmens RECUP. Vor eineinhalb Jahren startete das RECUP-Pfandsystem für Coffee-to-go-Mehrwegbecher mit 50 Partnern in München, um bundesweit eine nachhaltige Alternative zum Einwegbecher zu bieten. Mittlerweile ist das RECUP-Pfandsystem deutschlandweit bereits an ​über 2.350 Ausgabestellen ver​fügbar, u.a. auch bei diversen Großketten. Aufgrund der ansteigenden Verdichtung des Pfandsystem wird dieses auch auf dem internationalen Markt immer interessanter für Akteure. Als Teilnehmer und Gewinner der “NextGen Cup Challenge” partizipiert RECUP nun auf internationaler Ebene an der Entwicklung einer alternativen Lösung für Einwegverpackungen und am Kampf gegen das globale Müllproblem.

THE NEXTGEN CUP CHALLENGE - INITIATOREN UND ZIELE 

Die Projektidee der NexGen Cup Challenge basiert unter anderem auf der derzeitig erschwerten Recyclebarkeit von Einwegbechern. Trotz möglicher Wiederverwertung landet ein Großteil auf der Deponie und wertvolle Ressourcen gehen verloren. Ziel ist es, mit Experten aus unterschiedlichsten Bereichen, wie z.B. aus dem nachhaltigem Industriedesign oder der Ressourcenwiederverwertung, ein Konzept zu entwickeln, das möglichst branchenübergreifend eine Balance zwischen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Motiven herstellt. So sollen Lieferanten, Beteiligte des Recycling-Prozesses sowie Hersteller zusammengebracht werden, um die optimierte Lösung anzustreben.

Durch das ​Center of the Circular Economy ​der Closed Loop Partners verwaltet und unterstüt​zt durch den Partner ​OpenIdeo​ steht ein Konsortium mehrerer Beteiligter hinter dem langjährig angelegten Projekt “NextGen Cup Challenge”: Neben den beiden Gründungspartnern McDonald’s und Starbucks, fungieren die Großunternehmen Coca-Cola Company, Yum! Brands, Nestlé und Wendy’s als unterstützende Partner. Der World Wildlife Fund (WWF) nimmt eine beraten​de Rolle in den Prozessen ein. Hierzu Erin Simon, Direktorin für Nachhaltigkeitsforschung des WWFs: “WWF is excited to support and participate in comprehensive solutions that help tackle the world’s greatest challenges.” 

Das Konsor​tium äußert sich zur Zielsetzung auf der offiziellen Webseite: ”Ziel der Challenge ist es, bestehende und neue Becherlösungen zu identifizieren und zu kommerzialisieren, die so konzipiert sind, dass sie bei höchstem Materialwert wiederverwendbar sind. Wir suchen nach Lösungen, die die Infrastruktur verschiedener globaler Regionen berücksichtigen und, wenn sie recycelt oder kompostiert werden, hochwertige Materialien produzieren, die einen hohen wirtschaftlichen Wert auf den Verwertungsmärkten auf der ganzen Welt haben." Die branchenübergreifende Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Experten und Lieferanten sollen diese Zielsetzung unterstützen. Partner der Wertschöpfungskette sollen engmaschig zusammenarbeiten, sodass eine großflächige Synergie an Expertenwissen zusammenkommt.

(WEITERER) ABLAUF DER CHALLENGE

Nach dem Startschuss im Oktober 2018 durchliefen die Teilnehmer der Challenge verschiedene Stufen bis hin zur Bekanntgabe der Gewinner. Unter 480 Teilnehmern aus 53 Ländern kristallisierten sich im Februar 2019 zwölf Gewinner in drei verschiedenen Kategorien heraus, sechs von ihnen erhalten die Teilnahme an einem sechsmonatigen Accelerator Programm. Durch die Zusammenführung der Gewinner mit Experten unterschiedlichster Bereiche sollen Modelle und Ideen konzipiert werden, die zielführend die Entwicklung eines alternativen Becher-Systems ermöglichen. Schwerpunkte sind hier Materialforschung, Testphasen und Designmodifizierungen. 

Ausblick

Als einziges deutsches Unternehmen ist die Teilnahme und die Gewinnauszeichnung für das junge Unternehmen RECUP eine enorme Chance der Mitgestaltung internationaler Entwicklungen und der Weiterentwicklung bestehender Systemprozesse in Deutschland. So bietet sich die Möglichkeit, auf strategischer Ebene vorhandene Erfahrungswerte und mögliche Realisierungsvorschläge in die Entwicklungsphase einzubringen. RECUP begrüßt die Initiative großer Unternehmen und freut sich, als mitwirkender Gesprächspartner im internationalen Kontext an einer interdisziplinären Lösung beteiligt zu sein. Als führende Unternehmen im To-Go Bereich Food & Drinks ist die anfallende Menge an Einwegverpackungen ein präsenter Faktor, dem sich die Unternehmen im Rahmen der Initiative zuwenden.

SO FUNKTIONIERT DAS PFANDSYSTEM

So funktioniert das RECUP-Pfandsystem: Kaffeegenießer kaufen ihren Coffee-to-go im RECUP, hinterlegen einen Euro Pfand und erhalten als Anreiz einen Vorteil gegenüber dem Kaffee im Einwegbecher. Leere Becher können deutschlandweit bei allen RECUP-Partnern wieder abgegeben werden, um das Pfand zurückzuerhalten. Die Becher werden vor Ort gereinigt und anschließend direkt wieder im System eingesetzt. Als einziges flächendeckendes Pfandsystem für Coffee-to-go schafft RECUP eine einfache und nachhaltige Alternative, nicht nur zum Umweltproblem Einwegbecher, sondern auch als bequemes Pendant zum kaufbaren Mehrwegbecher. Bei über 2.350 Ausgabestellen steht die RECUP-Karte für den besseren Überblick auf der Website und als App zum kostenlosen Download bereit. Sie zeigt dem Nutzer den kürzesten Weg zum nächsten RECUP-Partner. Cafébesitzer, Kantinen oder Bäckereien können sich ganz einfach auf www.recup.de informieren, registrieren und sich dem System selbstständig anschließen. 

WARUM MEHRWEG?

Laut der Deutschen Umwelthilfe e.V. (2015) werden alleine in Deutschland jährlich 2,8 Milliarden Coffee-to-Go Einwegbecher verbraucht – 320.000 Becher pro Stunde! Diese bestehen überwiegend aus Papierfasern und sind auf der Innenseite mit Plastik beschichtet. Ein Recycling ist durch die Beschichtung fast unmöglich, was bei der Entsorgung zu einer enormen Ressourcenverschwendung führt: Alleine für die Papierherstellung der Einwegbecher werden so jährlich 43.000 Bäume gefällt. 

Über die RECUP GmbH

Das im September 2016 von Fabian Eckert und Florian Pachaly gegründete und von der Deutschen Umwelthilfe e.V. als “Best Practice” ausgezeichnete Unternehmen, bietet ein Mehrweg-Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher an, mit dem die „Coffee-to-go-Philosophie“ weiter gelebt wird. Das Pfandsystem der RECUP GmbH basiert auf recyclebaren Mehrwegbechern, die sog. RECUPs, die ca. 1000 mal genutzt werden können und ist daher eine nachhaltige Alternative zum Einwegbecher. Mit mittlerweile 24 Mitarbeitern am Standort München arbeitet RECUP weiterhin an der bundesweiten Einführung des Systems. Weitere Informationen gibt es unter www.recup.de

Pressemitteilung Stefanie Mühleder, RECUP-GMBH

Rubriklistenbild: © picture alliance / Mohssen Assan

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