Mehrere tausend Euro Sachschaden

Einsatz in Regensburg eskaliert: Randalierer bewerfen Beamte mit Pflastersteinen

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Ein Fahrzeug mit zerstörter Scheibe steht am Straßenrand. Bei dem Einsatz wurden mehrere Einsatzwagen sowie geparkte Privatautos beschädigt.
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Regensburg - Am Montagabend kam es zu gewalttätigen Handlungen durch mehrere Randalierer auf dem Regensburger Domplatz. Aus der Gruppe heraus wurden unter anderem Pflastersteine auf Polizeibeamte geworfen.

Mehrere Passanten beobachteten am Montag, den 19. August, gegen 21 Uhr mehrere Personen, die am Domplatz in Regensburg randalierten. Diese würden laut Musik abspielen, Alkohol trinken, herum schreien, Flaschen zerschlagen und auch körperliche Auseinandersetzungen wurden beobachtet.

Als die Beamten der Polizeiinspektion Regensburg Süd eintrafen, um die Störung zu unterbinden und die Identitäten festzustellen, zeigte sich die Gruppe aggressiv und beleidigte die Polizisten. Es wurden sogar Pflastersteine auf die Beamten, deren Fahrzeuge und geparkten Privatautos geworfen. Dabei wurde ein Polizist am Oberkörper getroffen. Dank seiner Schutzweste blieb er zum Glück unverletzt. Erst der Einsatz von Pfefferspray beruhigte die Situation.

Ein 20-jähriger Iraker versuchte vom Domplatz zu flüchten, konnte aber von der Polizei festgenommen werden. Bei seiner Flucht beschädigte der junge Mann noch ein Dienstauto. Seine 21-jährige Freundin aus Deutschland versuchte die Festnahme zu verhindern und attackierte die Polizisten. Auch sie wurde festgenommen. Außerdem bewarf ein bislang Unbekannter die Beamten mit Schuhen und einem Handy. Während der 20-Jährige die Nacht in Gewahrsam verbringen musste, wurde seine Freundin noch am selbe Abend freigelassen.

Mehrere tausend Euro Schaden

Auch ein 17-jähriger Iraker wurde wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und Beleidigung vorläufig festgenommen. Insgesamt wird gegen elf Beschuldigte im Alter von 16 bis 32 Jahren ermittelt, davon haben fünf die deutsche und sechs die irakische Staatsangehörigkeit. Durch den Pfefferspray-Eisatz wurden mehrere Randalierer verletzt und anschließend medizinisch versorgt.

Mehrere Fahrzeuge wurden durch die Pflastersteine beschädigt. Darunter befinden sich zwei Autos der Polizei, mehrere geparkte Privatautos und ein Roller. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf mehrere tausend Euro. 

Mittlerweile hat die Kripo Regensburg die Ermittlungen übernommen. Dazu werden auch Body-Cam-Aufzeichnungen von eingesetzten Polizeibeamten ausgewertet.

ma

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